Hallo liebe Reiseberichtlesende, Freunde und Familienangehörige,

nach dem wir nun schon vor mehr als 2 Monaten wieder auf deutschem Boden landeten, möchten wir uns noch ganz herzlich für eure moralische Unterstützung auf unserer Reise bedanken. Über das viele Lob und riesige Interesse an unserem Blog haben wir uns sehr gefreut und hoffen, dass wir euch ausreichend Einblicke in unser Leben Down Under verschafft haben. Leider haben wir es nicht geschafft einen abschließenden Reisebericht über unsere letzten Wochen zu verfassen, aber in einem persönlichen Gespräch erzählen wir euch natürlich auch darüber gerne alles. Genauso wie über das Land, die Leute und die alltäglichen Besonderheiten, es ist halt doch alles etwas anders als in Deutschland. Also ihr wisst ja, wo ihr uns (noch) findet ;) Ein großes Dankeschön und allerliebste Grüße von Anika und Manuel.

Aber trotz dass wir es nicht geschafft haben, einen weiteren Bericht zu schreiben oder die besten Bilder auszusuchen, waren wir nicht ganz untätig und haben ein kleines Video gemacht, was ihr euch gerne anschauen sollt und dürft :) Ich hoffe, euch gefällt es auch und ihr seht über die teils schlechte Qualität hinweg. Und vergesst nicht die Lautsprecher anzuschalten, damit ihr auch die passend gewählten, typisch australischen Lieder hört ;)

Hier gibts den Link:

Video Australienreise

Bis demnächst!

Das rote Herz Australiens


Seit unserem letzten großen Trip ist nun schon einige Zeit vergangen, trotzdem wollen wir euch jetzt noch mit einem Bericht über unsere Erlebnisse informieren. Unser letztes Ziel war das australische Outback, ein Highlight das auf keiner Australienreise fehlen darf. Vielleicht habt ihr ja auch die Bilder von unendlich weiten Straßen mitten durch das Nichts im Kopf, wenn ihr vom australischen Outback hört, und genauso ist es auch.


Eine Reise ins australische Landesinnere will daher vor allem eins sein, gut vorbereitet! Im letzten Außenposten der Zivilisation Port Augusta stand deshalb Großeinkauf auf dem Plan, besorgt werden mussten Essensvorräte für über eine Woche, was gar nicht so einfach ist, wenn man keinen Kühlschrank besitzt. Außerdem mussten wir auch genügend Wasser einplanen für Trinken, (Auf)waschen und Kochen. Deshalb bepackten wir unser Auto mit 3 großen Wasserkanistern und nahmen mehr als 35 Liter mit auf den Weg. Damit die großen Entfernungen zwischen den Orten und Tankstellen nicht zum Problem werden, befüllten wir auch einen 20 Liter Benzinkanister.


Mit dem Gefühl uns ausreichend vorbereitet zu haben starteten wir dann unseren Roadtrip. Schon 15 Kilometer von der Küste entfernt brach unser Handyempfang dann ab und das sollte sich in der nächsten Woche auch nicht mehr ändern. Die nächsten 3 Tage verbrachten wir fast ausschließlich mit Fahren, Abwechslung wurde uns nur spärlich geboten. Die ersten Fahrtstunden begeisterten uns aber durchaus, die Erde wurde immer röter und Pflanzen weniger. Am Straßenrand sahen wir immer wieder riesige Adler und Raben, die überfahrene Kängurus zerfleischten, viele wilde Emus, Pferde sowie Kühe und Letztere leider auch oft verwesend am Straßenrand. Neben den Stops an den Tankstellen, die sich etwa alle 150-300 km auseinander befinden, hielten wir zuerst in Woomera etwa 500 km von Adelaide entfernt. Früher war das Gebiet komplett gesperrt und die Stadt geheim, da sich hier ein riesiges militärisches Testgebiet sowie eine Koordinationszentrale für Raumfahrt und Raketentests befindet, die auch heute noch genutzt wird. Hier konnten wir Wasservorräte auffüllen und einige Überreste abgestürzter Satelliten und Modelle von Raketen und Flugzeugen ansehen.


Am nächsten Tag und etliche Fahrtstunden später, erreichten wir dann Coober Pedy - die Opalhauptstadt der Welt. Mehr als 70 % der Edelsteine stammen aus einem der mehr als eine Millionen Buddellöcher rund um die Stadt. Damit ist zur Landschaft auch schon alles gesagt, überall türmen sich Abraumhalden und außer roter Erde und Minenfahrzeugen ist nichts zu sehen, kein Wunder dass dieser Ort schon einigen Science Fiction-Filmen als Kulisse diente. Da im Sommer hier über 50 Grad herrschen, leben die Bewohner in so genannten Dugouts - Höhlenwohnungen, die in stillgelegten Minen eingebaut wurden. Hier bleibt es das ganze Jahr über bei konstanten 23 Grad und eine Klimaanlage ist überflüssig. Auch andere Einrichtungen wie Kirchen, Hotels und Ähnliches befinden sich unterirdisch und wir konnten einige davon besichtigen.


Die weiteren Orte verdanken ihre Existenz nur einer Farm und einer Tankstelle und werben damit das hier auf die 30 lebenden Einwohner 22500 Schafe und mehr als Zweimillionen Fliegen kommen. Die Fliegen sind echt unglaublich und man kann es sich einfach nicht vorstellen, wenn man selber nicht da war. Überall fliegen sie zu Tausenden rum und treiben arme Touristen zur Verzweiflung, indem sie in Augen und Ohren fliegen, Kochen ist sowieso erst möglich, wenn die Sonne untergegangen ist. Die Not machte uns erfinderisch und wir bastelten uns einen Schutz aus unserem Mückennetz. Nachdem wir am dritten Fahrttag kaum noch sitzen konnten, kamen wir endlich an.


Am Tag 4 fuhren wir dann ganz zeitig in den Uluru-Kata Tjuta National Park, für den wir 50 Dollar Eintritt bezahlen mussten. Für diesen Tag nahmen wir uns vor, die Kata Tjuta (Viele Köpfe in der Sprache der Aboriginie) auch Olgas genannt, zu erkunden. Hier ragen 36 Kuppelförmige Felsen aus der roten Erde, die alle dicht beisammen liegen und tiefe Täler und enge Schluchten bilden. Der größte Block ist 546m hoch und liegt 1066m über dem Meeresspiegel. Bei 36 Grad Hitze machten wir die tolle Valley of the Winds Wanderung. Bei knallender Sonne ging es 4 Stunden durch die Schlucht und es war einfach unglaublich und jeden Meter wert. Die Natur hat hier Einzigartiges geformt, was jede Vorstellungskraft übertrifft. Nicht nur die Felsen, auch die Natur begeisterten durch die Vielfalt, die dort mitten aus dem Nichts sprießt. In den Bächen fließt eiskaltes Wasser, trotz Hitze und ewig ausbleibenden Regen. Und auch der Sonnenuntergang aus der Ferne, mit Blick über die Olgas hielt alles was er verspricht und ließ die Felsdome in allen möglichen roten Farbtönen erleuchten. Nach einem tollen aber anstrengenden Tag freuten wir uns schon auf den folgenden.


Denn jetzt erblickten wir endlich den Uluru (Ayers Rock), der 3,6 km lange Felsen, der sich stolze 348 Meter aus dem sandigen Buschland erhebt, verschlug uns doch glatt die Sprache. Trotz das wir vorher natürlich schon einige Bilder sahen, waren wir nicht auf diesen Anblick vorbereitet und hätten uns den Uluru nicht so gigantisch vorgestellt. Im Kulturzentrum der Aboriginies lernten wir zunächst über das kulturelle Erbe und die Weltanschauung der australischen Ureinwohner, den der Uluru hochheilig ist. Auch deswegen entschieden wir uns dagegen den Berg zu besteigen, auf dem schon einige Reisende verunglückten. Auf der 10 Kilometer langen Wanderung um den Felsen, sahen wir den Uluru mit all seinen Fassetten und er ist sehr vielseitig, viel mehr als nur ein Stein. Neben steilen Hängen, gemusterten Wänden, Höhlen und jahrtausende alte Malereien, gab es auch Wasserlöcher und viele heilige Stätten der Aboriginies zu sehen. Nach Fotoshooting mit der australischen Sehenswürdigkeit schlechthin, genossen wir dann einen tollen Sonnenuntergang.


Auf einem kurzen 400 Kilometer Abstecher erkundeten wir am darauffolgenden Tag noch den Kings Canyon. Die Benzinpreise von 2,33 $/Liter trieben uns kurzzeitig Tränen in die Augen, bevor der Kings Canyon alles wieder wettmachte. Das Thermometer kletterte, trotz dass der Sommer längst vorbei ist, auf 38 Grad und in der Mittagshitze machten wir uns dann auf zur nächsten großen Wanderung. Und auch der Kings Canyon war einfach nur geil! Die riesige Schlucht wusste zu beeindrucken und stand Olgas und Uluru in nichts nach. Hier gab es nicht nur die gigantische Schlucht und die aalglatten Felswände zu bestaunen, sondern auch verwitterte Sandsteinformationen. Hölzerene Stufen führten hinab zum Garten Eden, der seinen Namen zurecht trägt. Ein idyllisches Fleckchen, üppig bewachsen mit Farnen und einem ruhigen Wasserbecken in der Mitte - ein Traum.


Das waren auch schon die Highlights des Outbacks, die wir wohl nie vergessen werden. Am Abend überraschten uns noch wilde Kamele, die gemütlich am Straßenrand umherspazierten und sich nicht von unserer Anwesenheit stören ließen. Die nächsten 3 Tage ging es dann nur noch um das Zurückfahren, wir wechselten uns am Steuer natürlich immer ab. Eine weitere Besonderheit auf den Straßen in Zentralaustralien sind die riesigen Roadtrains, über 50 Meter lange LKW mit bis zu 3 Anhängern, die einen gehörigen Respekt verschaffen, wenn sie auf den schmalen Straßen an einem vorbeirasen. Die 3800 Kilometer in den 9 Tagen Outback waren einfach nur unbeschreiblich, es war ein unvergessliches Freiheitsgefühl und einfach nur ein Erlebnis, was sich mit nichts vergleichen lässt. Das war ein weiterer echter Höhepunkt unserer Reise, wenn nicht das Erlebnis schlechthin!


Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir damit jetzt alle unsere Ziele gesehen haben und unsere Reise sich dem Ende neigt. Einen Bericht über die letzten Wochen werden wir in Kürze verfassen.

Liebe Grüße von uns Beiden und danke dass ihr so geduldig auf den Bericht gewartet habt! Manuel und Anika

Die berühmteste Straße Australiens

Kaum von Tasmanien wieder auf das Festland zurückgekehrt, folgte schon das nächste Highlight, auf das wir uns ganz besonders freuten. Denn die Great Ocean Road ist eine der berühmtesten und schönsten Straßen weltweit und bietet erstklassige Strände, idyllische Orte am Meer und verspricht eine schöne Zeit. 

Der Startpunkt zur Great Ocean Road ist Geelong, ein Ort etwa 150 km westlich von Melbourne, der vor allem für sein Footballteam bekannt ist.  „Gee“ hat eine hübsche Strandpromenade, die von 111 angemalten Pollern verziert ist.  Einige Kilometer weiter lag mit Torquay die Surfhauptstadt Australiens und wir besuchten den berüchtigten Bells Beach, wo jedes Jahr die Rip Curl Pro Surfwettbewerbe stattfinden. Dann führte uns der Weg durch einige kleinere ruhigere Dörfer, die teils auch recht schön waren, ehe dann die Great Ocean Road so richtig loslegte.

Die Straße windete sich dann über enge Kurven etwa 350 km am Meer entlang und bot uns eine tolle Panoramasicht auf tolle Strände, tiefe Klippen und tolle Aussichtspunkte auf der ganzen Fahrt. Bei so einer tollen Aussicht, gefällt es auch den Koalas, die wir zu dutzenden in den hohen Eukalyptusbäumen sitzen sehen konnten. Bei einem besonders schönen Strand entschieden wir uns dann, trotz des kalten Wassers und den nicht allzu sommerlichen Temperaturen, uns in die Fluten zu stürzen! :-)

Nach 3 Tagen auf der Great Ocean Road, erreichten wir dann die 12 Apostel, die Hauptattraktion der berühmten Küstenstraße, wo sich die Touristen nur so tummelten. Als wir die Gibson Steps die steile Klippe hinuntergingen und dann am Strand bis zum 1. Apostel liefen, konnten wir aber den Massen entkommen und den Ausblick genießen. Außerdem haben wir bei den vielen Aussichtsplattformen tolle Bilder von den einsamen Felsnadeln vor der Küste gemacht. Beim Loch Ard Gorge gab es auch jede Menge zu sehen und viel weniger Leute. Ein ruhiger Strand in einer einsamen Bucht, Tropfsteinwände, ein Schiffswrack, eine „Pflanzenoase“ und wir entdeckten eine Höhle. Hier gab es superviel zu sehen und wir spazierten einige Stunden herum.

Wir beendeten unseren Trip an der „Großen Ozeanstraße“ mit der Besichtigung der „London Bridge“, deren 2 Bögen mit dem Festland verbunden waren, bis einer 1990 einbrach. Trotzdem ist die „Brücke“ noch immer schön anzusehen. Wenige Kilometer daneben bestaunten wir noch eine Grotte, in einer Mischung aus Höhle und Felsspalt lag unter einem Steinbogen ein traumhaft natürlicher Pool mit türkisenem Wasser mit Blick auf den Ozean. Davon werden wir auf jeden Fall mal ein Bild reinstellen, damit ihr eine Vorstellung habt, wie schön es dort war.

Und dann war die Great Ocean Road auch schon wieder vorbei, leider viel zu schnell!

Naja, unser Weg führte ja trotzdem weiter an der Küste entlang, die Straße hieß nun nur nicht mehr B100. Das Tower Hill Game Reserve war unsere nächste Unternehmung, gleich im Anschluss an die Great Ocean Road. Hier stiefelten wir durch die Krater eines lang erloschenen Vulkanes, solange bis 3 wilde Emus unseren Weg versperrten. Wenn solche „Riesenvögel“ in Mannsgröße mit ihren starken Beinen, kräftigen Krallen und spitzen Schnäbeln auf einmal vor einem stehen, überlegt man schon zweimal, ob die einen einfach so vorbei lassen. In Port Fairy umrundeten wir die Griffith Island zu Fuß, mit ihrem hübschen Leuchtturm und den seltsamen Vögeln. Außerdem gab es eine Festung mit Geschützen und Gebäuden aus den 1860er Jahren zu sehen. Am Abend machten wir ein schönes Lagerfeuer auf dem Campingplatz und die Roster, die wir über dem Feuer zubereiteten, schmeckten gleich doppelt so gut. Das müssen anscheinend auch die Kookaburras gerochen haben, die sich im Sturzflug auf uns und unser Essen stürzten, sonst macht der „lachende Hans“ nur mit seinem „Affengeschrei“ auf sich aufmerksam. Bei Cape Bridgewater ähnelte die Landschaft sehr der des Mondes und wir wanderten lange auf den kargen Felsen entlang, um eine große Seebärenkolonie zu sehen. Abends lief uns auch noch ein Opossum über den Weg beim Zähneputzen. In Mount Gambier gab es gleich 3 tolle Sachen zu erkunden, das Upherston Sinkhole mit grandiosem Garten in einem einfach riesigen Erdloch. Mitten in der Stadt lagen die Cave Gardens, eine 50 Meter tiefe Höhle. Und dann war da auch noch der Blue Lake, der dank der Kalzitkristallen im Wasser  in einem wahrhaft unnatürlichen Blau erstrahlte. Im kleinen Dorf Beachfront wollten wir im Pool of Siloam baden, der einen siebenmal so hohen Salzgehalt hat wie das Meerwasser, als wir dann bis zu den Knien in der braunen Brühe standen, entschieden wir uns dann aber doch anders ;)

Und dann waren wir auch schon Mitten in South Australia – neuer Staat! Am Lake Albert beobachteten wir Pelikane beim Fischfang. Wenige Kilometer vor Adelaide befindet sich ein deutsches Dörfchen – Hahndorf. Da mussten wir natürlich mal nach dem Rechten schauen und freuten uns besonders über ein Geschäft mit original erzgebirgischer Volkskunst. Außerdem weckten die Lebensmittelgeschäfte mit all den Leckereien wie Milka-Schokolade und echtern Knackern etwas Vorfreude auf die Heimat. Und dann verbrachten wir noch 3 schöne Tage in Adelaide, der Hauptstadt Südaustraliens. Hier stellten wir erst mal fest, dass wir in der falschen Zeit leben, unsere Uhr ging stolze anderthalb Stunden vor. Im Ortsteil Glenelg waren wir an einem schönen Strand und auch das Stadtzentrum erkundeten wir. Wir waren auf einem indonesischem Fest, im Museum of South Australia, was sehr schön eingerichtet war, in der Kunstgallerie, weil Manuel es sich gewünscht hat und auf dem Central Market, wo wir einige Schnäppchen machen konnten und Leckereien probieren durften. Dann mussten wir auch noch Shoppen gehen, weil Anika es wünschte und wir neue Klamotten brauchten, weil es hier langsam auf den Winter zugeht. ;-)

Jetzt machen wir uns auf den Weg zu unserem letzten großen Trip, dem Australischen Outback – Zentral Australien!

Viele liebe Grüße und bis Bald! Anika und Manuel

Vandiemensland

Die frühere Strafkolonie Vandiemensland wurde 1856 in Tasmanien umbenannt, um mit der inhumanen Vergangenheit schlusszumachen. Um auf die Insel südlich von Melbourne zu gelangen, trennten sich unsere Wege zunächst. Aus Kostengründen nahm Anika den Flieger, während Manuel samt Auto auf der Fähre hinüberschipperte. Für den Weg, den das Flugzeug in nur einer Stunde fliegt, benötigte die Fähre stolze 10 Stunden plus Wartezeit für Quarantänekontrollen.

Tasmanien wurde seinem Ruf gleich gerecht und empfing uns mit eisigkalten 6 Grad in den Morgenstunden.  Nachdem Manuel die etwa 100 Kilometer von Devonport nach Launceston fuhr, um Anika vom Flughafen abzuholen, erkundigten wir das 2.größte Städtchen der Insel. Zunächst erkundeten wir die Parks der Stadt und beobachteten lange das Gehege der Japanmakaken. Außerdem wanderten wir zum Cataract George der von einem Naturschutzgebiet umgeben ist und schöne Seen, einen Fluss mit steilen Basaltklippen und hübsche darüber gespannte Hängebrücken aufzuwarten hatte. Unser Nachtquartier war unweit von einem Wasserfall und wir konnten Alpakas sehen, die Nacht wurde sehr kalt und wir benötigten zum ersten Mal unsere Schlafsäcke.

Dann führte unser Weg an die Ostküste, wo wir zunächst die Bay of Fire erkundeten. Bei einem ewig weiten Strandspaziergang genossen wir es, die einzigen Menschen weit und breit zu sein. Der Strand und das Wasser waren wunderschön und einladend, aber trotz Sonnenschein war es uns dann etwas zu kalt zum Baden. Die riesigen, vom Wasser abgerundeten, Steine die sich manchmal an der Küste häuften, hatten durch flechtenbewuchs eine schöne orangerotleuchtende Farbe. Weiter ging es nach Bicheno, wo wir die wahrlich traumhafte Diamond Island erkundeten.  Über eine Sandbank konnten wir dank Ebbe hinüberlaufen und fühlten uns hier einmal mehr wie im Paradies. Die Insel ist grün bewachsen und wird von Pinguinen bewohnt, sie ist vom traumhaften Meer eingeschlossen und bietet einen tollen Blick auf einen spektakulär schönen Strand und weit entfernte Wälder. Beim weiteren Küstenspaziergang sahen wir eine Schlange und viele wilde Hasen.

Das nächste Ziel war der Freycinet National Park und hier mussten wir erst mal 60 Dollar Parkeintritt entrichten, der gilt aber für unseren ganzen Aufenthalt und für alle Nationalparks der Insel. In diesem Nationalpark machten wir uns zu Fuß auf den Weg, um den Wineglass Bay zu sehen. Kaum vom Parkplatz entfernt und schon sahen wir eine Wallaby-Mutti mit einem süßen Baby am Beutel. Bei unserer umfangreichen Wanderung konnten wir dann auch einen der 10 schönsten Strände der Welt sehen, dieser war aufgrund des regnerischen Wetters leider aber eine Enttäuschung. In Dunalley sahen wir die Spuren des verheerenden Buschfeuers, das Anfang des Jahres auf Tasmanien wütete. Auf der Tasman Peninsula schauten wir uns viele Sehenswürdigkeiten an, vor allem die Steingebilde an der Küste waren teils echt interessant und kurios, und erinnerten doch schon stark an ein Filmset aus Fluch der Karibik. Der Remarkable Cave und der „Tasman Arch“  waren besonders sehenswert. Der Tasman Arch war einst eine Meereshöhle, deren hinterer Teil einstürze und jetzt eine sehr tiefe Schlucht bildet. Was von der Höhle übrig blieb, bildet nun eine Art Brücke, durch die man bis zum Meer schauen kann – ein echt begeisterndes Bild. Auf selbiger Halbinsel waren wir auch in Port Arthur und konnten dort viele Zeugnisse einer früheren Strafkolonie sehen, sowie viele gut erhaltene Gebäude von damals.

Wir hatten übrigens immer die Möglichkeit, direkt am Meer zu schlafen! Die Campingplätze waren ein Traum und jeden Abend konnten wir einen neuen schönen Strand erkunden und den Sonnenuntergang genießen. Abends schliefen wir zum Meeresrauschen ein und morgens war das Meer, das erste worauf wir blickten.

Hobart – der Hauptstadt Tasmanien widmeten wir einen ganzen Samstag, obwohl man hier sicherlich auch mehr Zeit hätte verbringen können. Wir starteten zeitig in den Tag und besuchten zunächst die Salamanca-Markets, bevor wir über den Fischereihafen bummelten. Außerdem machten wir eine Stadtrundfahrt mit dem kostenlosen Shuttlebus, ehe wir uns bei einem kostenlosen Barbecue stärkten. Dann gingen wir ins Mona- das Museum of Old and New Art, das von allen Seiten als Museum von Weltklasse oder als Disneyland für Erwachsene angepriesen wurde. Dort gab es allerhand kuriose Dinge zu sehen und „Kunst“ halt. ;) Damit war unser Tag aber noch nicht vorüber, wir hatten noch den 1270m hohen Mount Wellington zu bezwingen, der über der Stadt ragt. Von diesem imposanten Berg hatten wir einen grandiosen Blick über die Stadt. Als die Sonne dann unterging, wurde es eisig auf dem Berg und wir machten uns schnell wieder zurück.

In den folgenden Tagen erkundigten wir noch eine Reihe von Nationalparks und wanderten sehr viel. Im Mount Field NP gab es 2 Wasserfälle und riesengroße Bäume zu sehen,  die über 80 Meter hohen Giganten sind die höchsten blühenden Pflanzen sowie die höchsten Hartholzgewächse der Welt. Im Mount Cradle Nationalpark verbrachten wir einen ganzen Tag am schönen Lake St. Claire. Der See hatte tolles Wasser und war von unberührten Wäldern und Bergen umgeben. Wir liefen eine Aborigine-Kulturwanderung, einen Schnabeltierweg und am Ufer des Sees entlang. Einen weiteren Tag in diesem Nationalpark verbrachten wir am Cradle Mountain. Der Berg ist eines der Wahrzeichen Tasmaniens und ist von Seen umgeben, und im Winter sogar mit Schnee bedeckt. Um den Lake Dove wanderten wir 2 Stunden lang und hatten super Aussichten auf die Berge. Beim Cradle Valley Boardwalk liefen wir weitere 9 km auf einem schön hergerichteten Weg durch die Natur. Das absolute Highlight waren die vielen Wombats in freier Wildbahn die wir sahen, diese eigentlich scheuen Tiere sahen wir zum Anfassen nah! Wir beobachteten die süßen „Bärchen“ lange und das bereitete uns wirklich Freude.  Zu den aufgezählten NP kamen noch eine Reihe weiterer dazu, in denen wir noch viel von der einzigartigen Natur Tasmaniens sehen konnten.

Über Ostern erkundeten wir dann auch noch den nördlichen Teil Tasmaniens. Hier bot sich uns eine tolle Küste und wiederum tolle Campingmöglichkeiten. Auf einem Ostermarkt ließen wir es uns so richtig gut gehen und wurden rundum mit Essen und Trinken versorgt (kostenlos). Und dann waren unsere Tage auf Tasmanien auch schon gezählt und 2 schöne Wochen gingen vorüber. Die Rückreise verlief genauso wie die Anreise und wir trafen uns in Melbourne wieder. Tasmanien ist auf jeden Fall ein besonderer Teil Australiens und man nennt es nicht umsonst kleines Neuseeland. Die Natur hier ist einzigartig und von ewigweiten unberührten Wäldern geprägt, die Küste und Strände sind besonders schön und das Wasser so blau wie sonst nirgendwo. Die Campingplätze waren die schönsten auf denen wir bisher waren und sind kaum zu toppen. Leider ist es aber auch etwas kälter als auf dem Festland und wir mussten uns mit meist 18-22 Grad begnügen, weswegen wir uns auch nur einmal in das seeehr kalte Wasser getraut haben.

Zurück in Melbourne wollten wir unsere Registration für das Auto abholen, die aber leider in der Post verlorengegangen ist. Das bescherte uns erneuten Bürokratieaufwand und wir fahren weiter mit abgelaufener Registration umher ;) Der nächste Bericht kommt dann von der berühmten Ocean Road und wir haben noch viel vor! Liebe Grüße Anika und Manuel

Unser Leben in der Metropole – Teil II

Im 2. Teil geht’s jetzt ums liebe Geld – oder besser gesagt um das Geldverdienen. In Melbourne und Umgebung wollten wir uns nach einem Job umschauen, da nur noch wenige Dollar von der Mangofarm übrig waren. Zuerst spielten wir mit dem Gedanken, wieder einen Farmjob in Angriff zu nehmen. Da in Victoria zur Zeit Apfel-, Pfirsich- und Traubenernte ist, hätten wir da sicher einen Job gefunden. Aber unsere Pläne gingen dann doch in eine andere Richtung.

Von Freunden erfuhren wir von dem „Steckdosenjob“ – klingt komisch und wir konnten uns zunächst auch nichts darunter vorstellen. Das Ganze hängt mit einem Regierungsprogramm von Victoria zusammen, dieses nennt sich VEET und zielt auf eine Reduzierung der Stromverschwendung ab. Dabei wird eine Vielzahl von Produkten kostenlos an die Verbraucher verteilt, mit denen sie dann Energie sparen können. Das kann doch nicht so schwer sein, dachten wir uns und bewarben uns bei einer Firma.

Das erste Vorstellungsgespräch war schnell arrangiert und wir waren etwas aufgeregt, denn immerhin mussten wir ja alles auf Englisch bewältigen. Das erste Bewerbungsgespräch war auch sehr unseriös und nach weniger als 10 Minuten vorbei. Wir mussten einen schlampig kopierten Zettel ausfüllen und bei einem Gespräch, was nicht etwa unter 4 Augen stattfand, sondern mit allen Bewerbern gleichzeitig geführt wurde nur 3 kurze Fragen beantworten. Das sich von dieser Firma niemand mehr bei uns meldete, war vielleicht auch zu unserem Besten. Noch am selben Tag probierten wir unser Glück bei einer anderen Firma, wo wir auch gleich zum Bewerbungsgespräch eingeladen wurden. Hier fühlten wir uns wohler und bekamen den Job auch gleich zugesichert.

Wenige Tage später stand auch schon das Training auf dem Programm, aber bis dahin konnten wir die Zeit mit Bürokratie überbrücken. Für den Job war es erforderlich sich für eine Australische Business Number zu bewerben, da wir als selbstständige Contractors angestellt waren. Und außerdem mussten wir einen Police Check machen, dieser ist erforderlich um in fremde Häuser gehen zu dürfen.

Beim besagten Training wurden wir dann mit unserem Produkten vertraut gemacht. Wir waren für die Installation und den Vertrieb von StandbyPowerControlls (SPC) zuständig. Im Training erfuhren wir alles Wissenswerte und die Funktionsweise und schon wurden wir aufs „Feld“ geschickt.

 Jeden Tag gegen 12 Uhr trafen wir uns mit unserem Teamleiter an einer anderen Bahnstation in Melbourne, dann wurde uns eine Straße zugeteilt und wir durften bis 18 Uhr fleißig Klingelputzen – oder besser Türenklopfen, denn Klingeln sind in Australien nicht so weit verbreitet, wie man meinen könnte. Jetzt könnte man vielleicht denken, das ist ein einfacher Job, kostenlose! Produkte zu verteilen, mit dem die Verbraucher etwa 10 % ihrer Stromrechnung sparen und damit noch was Gutes für die Umwelt tun. In der Realität sah das aber schon etwas anders aus: die Leute sind nicht zu Hause oder öffnen nicht die Tür, sie haben das Produkt oder ein ähnliches bereits (das Programm läuft schon seit mehr als 3 Jahren), sie sind nicht interessiert, beschäftigt oder einfach nur misstrauisch. Achja, dann wären da noch die „Do not knock“-Schilder an jeder 2. Tür, hungrige Hunde im Garten, Leute die sehr interessiert sind und dann einen Rückzieher machen, wenn man ihnen erzählt dass man dazu ins Haus kommen muss oder die vielen Asiaten, die nicht fähig sind Englisch zu sprechen. So bekommt man vielleicht aus 100 Haustüren einen Kunden und das kann manchmal schon 2 Stunden dauern, bis man einen findet. Dabei die Motivation zu bewahren, war teilweise eine echte Herausforderung, vor allem da wir eine andauernde Hitzewelle ertragen mussten (Rekordmärz in Melbourne). Wenn man dann mal einen Kunden an der Angel hatte, waren das echte Lichtblicke. Die Kunden waren immer sehr freundlich und stellten immer kalte Getränke und so weiter zur Verfügung. Außerdem blieb auch immer genug Zeit für ein nettes Schwätzchen, obwohl wir mit Installation, Formular, Bild machen und Bestätigungsanruf immer gut zu tun hatten.

Wir boten übrigens 2 verschiedene SPCs an, welche für Fernseher und dazugehörige Geräte wie DVD, Spielekonsole und PayTV, und welche für Computer mit Monitor, Drucker, Scanner und so weiter. Bezahlt wurden wir nach Kommission, pro Fernsehadapter bekamen wir 16,50 Dollar und je PC-Plug 5 Dollar. Je Haushalt konnten wir Maximal 4 SPC vergeben. Ein Plug ist übrigens ungefähr 90 Dollar wert und die Kosten dafür tragen die Energie-und Gaskonzerne mittels einer Steuer.  Wir fanden uns mit der Arbeit ganz gut zurecht und fanden glücklicherweise auch ausreichend Kundschaft. Zum Ende hin gefiel uns der Job auch immer mehr. Außerdem konnten wir mit dem Lohn für maximal 6 Stunden Arbeit am Tag mehr als zufrieden sein. Ein weiterer Vorteil des Jobs war, dass wir viele nette Leute aus der ganzen Welt getroffen haben und unser Englisch wirklich verbessern konnten. Es macht sich schon bemerkbar wenn man 4 Wochen lang den ganzen Tag nur Englisch spricht. Aber jetzt haben wir wirklich genug gearbeitet für unseren Australienaufenthalt und konzentrieren uns jetzt nur noch auf das Ferien machen ;)

Unser Leben in der Metropole – Teil I

Wie versprochen folgt nun unser Bericht von Melbourne. Bereits am 09.02. kamen wir hier an und verließen die Stadt erst am 17.3. wieder! Da in dieser Zeit natürlich jede Menge passiert ist, werden wir den Reisebericht in 2 Teilen verfassen. Im Ersten erfahrt ihr nun über die Stadt und unsere Erlebnisse dort! Los geht’s!

In der Stadt angekommen trafen wir uns zunächst mit Henrik und Tabea wieder, die wir in Cairns kennenlernten und denen wir den Job auf der Mangofarm verdankten! Die Beiden übernahmen gleich die erste Stadtführung und lotsten uns zum Queen Victoria Market, der uns mit vielen Menschen, vielen Lebensmitteln und jede Menge Geschrei empfing. Die Marktschreier gaben sich jede Menge Mühe, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Weiter ging es zum Hafen, in dem ein asiatisches Neujahrsfest stattfand. Nach weiteren Stationen beim Sightseeing ging es auch schon zurück nach Hause, das heißt auf den Campingplatz in Williamstown, etwa 25 Minuten mit der Bahn außerhalb der Stadt. Dort lebten wir mehr als 5 Wochen und das ohne einen Cent zu bezahlen, obwohl dieser eigentlich 10 Dollar pro Person und Nacht kostet. Aber irgendwie hat sich dafür niemand interessiert und uns niemals jemand nach Geld gefragt ;)

Die Stadt erkundeten wir durch zahlreiche Stadtspaziergänge und dabei hat uns Melbourne gut beschäftigt. Der Beginn eines jeden Ausflugs war die Flinders Street Station, ein schönes altes Bahnhofsgebäude mit Melbournecharm! Gleich gegenüber befindet sich der Federation Square, das Herz Melbournes. Hier ist immer was los und wir verbrachten viele Stunden dort, denn fast täglich finden hier irgendwelche Veranstaltungen statt. Und nach anstrengenden Stadtmärschen in der Hitze konnte man in den Liegestühlen unter der Outdoorklimaanlage relaxen. Gleich am Fedsquare angeschlossen sind eine Reihe von Ausstellungshallen und Museen, wie zum Beispiel das ACMI (Australian Center for the Moving Image). Hier verbrachten wir einen ganzen Tag, konnten dabei Geschichte moderner Medien miterleben und Spielkonsolen aller Generationen ausprobieren! Außerdem gab es eine Kammer, in der man sich wie bei „Matrix“ in Szene setzen konnte und viele andere coole Spielereien. Chinatown, Parlament, Fitzroy Garden, State Library, National Gallery und das Casino besichtigten wir ebenfalls. Natürlich gibt es auch in Melbourne ein imposantes War Memorial, der riesige Tempel bot auch eine tolle Sicht auf die Skyline. Auch Kunst schreibt man in Melbourne groß, neben vielen Ausstellungen und Gallerien, gab vor allem die ausnahmslos von Graffiti verzierte Hosier Lane ein cooles Fotomotiv ab. Außerdem war die Toilette in der 35. Etage eines Hochhauses mit Panoramascheibe ein echtes Highlight. Der schöne Stadtteil St. Kilda liegt direkt am Meer und hat eine tolle Palmenpromenade. Hier konnten wir im Hafendamm echte wilde Zwergpinguine bewundern, außerdem hatte man von hier einen tollen Blick auf die Skyline und einen wunderschönen Sonnenuntergang. Bei einem Straßenastronomiker konnten wir gegen Spende einen Blick durch sein Teleskop auf den Jupiter und 4 seiner Monde werfen, auch sehr interessant.

Außerdem lernten wir auch eine Seite von Melbourne kennen, auf die wir lieber verzichtet hätten, nämlich das Krankenhaus und den Arztbesuch. Am Valentinstag wollten wir uns zum Abendessen lecker Langos zubereiten, als der Teig schon schön aufgegangen war, sollte es endlich losgehen. Aber als wir den ersten Teigfladen in die Pfanne gaben, spritzte das heiße Öl aus der Pfanne und verbrannte Anikas Bein. Als danach eine eiskalte Dusche keine Schmerzlinderung brachte, beschlossen wir den Arzt aufzusuchen. Für den Weg gab es gefrorene Bohnen auf das Bein zum Kühlen, aber dennoch war der Schmerz für Anika schwer auszuhalten. Im Krankenhaus teilte man uns mit, dass es 400 $ kosten würde, wenn der Arzt einen Blick aufs Bein wirft. Zum Glück waren die Leute dort aber sehr nett und berieten uns gut, sie verwiesen uns zu einem günstigeren Arzt und kümmerten sich sogar um Anruf dort und perfekte Wegbeschreibung für uns. Bei dem Arzt, der sehr nett war und auch schon in Deutschland war, mussten wir dann nur 70 $ bezahlen und Anika bekam eine Creme und Verband. Zum Glück war die Verbrennung nicht zu schlimm, trotzdem mussten wir am nächsten Tag zur Kontrolle, die Dank des netten Arztes aber kostenfrei blieb.

Zum Glück waren wir in Melbourne, denn da ist für Aufmunterung schnell gesorgt. Melbourne ist nämlich die Kultur- und Sporthauptstadt des Landes. Hier stehen zahlreiche Sportarenen, unter anderem auch die Austragungsstätte der Australian Open. Wir ließen uns ein Aussie Rules Football Match nicht entgehen, im Etihad Stadium fieberten wir mit und konnten uns dabei für das Spiel durchaus begeistern. Nach mehr als 100 Minuten siegte die Heimmannschaft Carlton deutlich gegen die lilaweißen aus Fremantle. Ein Besuch des altehrwürdigen Melbourne Cricket Grounds war natürlich ebenfalls ein Muss, das Stadion mit einer Kapazität von über 100.000 Menschen ist ein echtes Schmuckstück und war einst Austragungsort für die Olympischen Spiele. Vor allem die Oberränge waren sehr steil, das Cricket Spiel was zu dieser Zeit stattfand, konnte uns hingegen nicht so sehr fesseln, obwohl die Australier auch diesen Sport lieben.

Die eigentlichen Highlights von Melbourne sind aber die vielen Feste und Festivals! Und da wir so viel Zeit in Melbourne verbrachten, konnten wir davon viele miterleben. Bei der White Night, die zum ersten Mal in Melbourne stattfand, feierten wir mit 300.000 anderen Menschen von 19 Uhr bis 7 Uhr in der Früh. Die ganze Stadt glich einem einzigen Kunstobjekt, mit tollen Projektionen an die Häuserfassaden und vielen vielen Veranstaltungen. Konzerte mit vielen Topacts und auf dem Fedsquare wurden die ganze Zeit über verschiedene Tänze beigebracht. Wir tanzten nicht nur typisch Westafrikanisch und übten die klassischen Discotänze der 70er Jahre, sondern übten morgens um 5 Uhr auch den Thriller Tanz von Michael Jackson bis zur Perfektion. Das mit so vielen verschiedenen Leuten gemeinsam zu machen, war einfach nur cool! J Auch der Yarra River wurde in die Festlichkeiten mit einbezogen mit tollen Wasserspielen und Lasershow. Und damit wir nicht einschliefen bevor der 1. Zug zurück fuhr, sorgte eine Blasmusikband noch einmal für Tanz. Der Sonnenaufgang über Melbourne mit zahlreichen Heißluftballons über dem MCG war schön anzuschauen. Morgens um halb 9 fielen wir dann todmüde ins Bett.  Typisch Australisch war das übrigens eine alkoholfreie Veranstaltung, was der Stimmung zwischen den Festivalbesuchern sicher nicht schadete.

Als nächstes freuten wir uns schon auf das Moomba Festival! Das Festival dauerte 4 Tage von Freitag bis Montag, der ein Feiertag war. Und da dort so viel los war, besuchten wir das Festival auch gleich an allen 4 Tagen. Das Fest fand um den Yarra River statt und bestand aus einem großen Rummel, viele Essens-, Los- und Fahrgeschäfte. Außerdem gab es eine große Bühne auf der den ganzen Tag über bekannte australische Bands spielten, einen coolen Tanzwettbewerb, viele Wettkämpfe im Skatepark, die wir ganz interessant fanden. Und jede Menge Wassersportwettkämpfe, wie Wasserskijump oder Trickwettbewerbe mit dem Wakeboard und anderem. Am Abend fand am Fluss täglich ein schönes Feuerwerk statt. Das eigentliche Highlight des Festivals ist aber die Birdmanrallye, bei der sich Wagemutige mit selbstgebauten Flugmaschinen in den Fluss stürzten. Und natürlich die große Parade, die aus 10  Sektionen bestand, wie zum Beispiel Film, Kunst, Musik und Zirkus.

Apropos Zirkus, den Formel 1 Zirkus konnten wir auch live miterleben. Am Donnerstag war Heritage Day anlässlich des 60. Grand Prix Jubiläums in Melbourne und das hieß kostenlosen Eintritt für uns. Und für das Geld, was wir nicht bezahlen mussten, wurde uns jede Menge geboten. Überall auf dem Gelände waren aktuelle und historische Rennwägen ausgestellt und den ganzen Tag über fanden Motorsportrennen statt.  Außerdem konnten wir Vettel, Massa, Webber und co. sehen, trotz langem Anstehen konnten wir aber leider keine Autogramme erhaschen. Während des Anstehens konnten wir wenigstens einer Flugshow folgen, bei der 5 Flugzeuge am Himmel Formationen flogen und sich gegenseitig hinterherjagten und dabei nur so herumwirbelten. Dann konnten wir auch mal einen Formel 1 Wagen in Action sehen, David Coulthard drehte ein paar Runden mit einem Formel 1 Boliden und die sind echt noch viel lauter als erwartet! Und unglaublich schnell. Ein weiteres Highlight waren die vielen  Stuntshows. Ein Motorradfahrer, der ein zu einem Kran gespanntes Stahlseil hinauffuhr und dabei eine Trapezkünstlerin unter sich balancierte. Ein Stuntman der 40 Meter von einem Kran auf ein Luftkissen sprang und dabei Tricks zeigte. Und der unglaubliche Nitro Circus live (bekannt von MTV)! Dabei wurden uns von riesigen Rampen unglaubliche Tricks und Sprünge mit BMX, Skateboard, Cityroller, Inlinern und Motorcross gezeigt und wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus! Geile Show! Und zum Abschluss des Tages sprangen wir selbst noch vom 7 und 10 Meter Turm auf ein dickes hüpfburgartiges Luftkissen! Ein wirklich gelungener Tag und ein schöner Abschluss für unseren Melbourneaufenthalt!

Melbourne hat uns wirklich wahnsinnig gut gefallen und war die schönste Stadt, die wir bisher gesehen und miterlebt haben! Hier hat es uns noch besser als in Sydney gefallen! Hier ist immer was los und ganz viele Veranstaltungen kosten nicht einmal Eintritt. Melbourne wurde wohl nicht zu Unrecht zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt J

Das war dann mal der Teil 1, bis bald Anika und Manuel! J

Canberra – die junge Hauptstadt!

Als sich die australischen Kolonien im Anfang des 20. Jahrhunderts zusammenschlossen, stellte sich die Frage nach der Wahl der Hauptstadt. Hierbei standen sich Sydney und Melbourne als erbitterte Rivalen gegenüber, als Kompromiss errichtete man mitten im Nirgendswo eine Stadt - Canberra, die Hauptstadt. Sie feiert in diesem Jahr ihr einhundertjähriges Bestehen.

Um die Hauptstadt kennenzulernen mussten wir uns das erste Mal weiter von der Küste entfernen. Unser Weg führte 250 km ins Landesinnere, durch öde Landschaften, ewig weite und trockene Viehweiden und ein Gebirge mit 15 km/h-Kurven. Kein Wunder dass der Weg mehr als 4 Stunden in Anspruch nahm.

In Canberra angekommen suchten wir zunächst die Touristeninformation auf und sammelten fleißig Kartenmaterial und Broschüren. Canberra gilt auch als die Museenhauptstadt Australiens und das bestimmte dann auch unseren Aufenthalt! Viel anderes kann man dort ohnehin nicht unternehmen. Lobenswert muss man aber erwähnen, dass nahezu alle Museen freien Eintritt haben. Das War Memorial besichtigten wir zuerst, es ist das meistbesuchte Museum Australiens. Dieses Museum war einfach riesig und man hätte Tage darin verbringen können. Hier drehte sich alles um die Kriegsgeschichte Australiens und der Welt. Mehr als 15 Flugzeuge, sowie Panzer, U-Boote und vieles mehr veranschaulichten die Ausstellung und machten sie selbst für Museumsmuffel interessant. Von den vielen Multimediabeiträgen ganz zu schweigen. Unter den vielen historischen Ausstellungsstücken konnten wir sogar eine Tafel eines Chemnitzer Maschinenherstellers entdecken, ein „Souvenir“ australischer Soldaten aus einer ehemaligen deutschen Kolonie.  Pünktlich um 5 wurde das Kriegsdenkmal zeremoniell geschlossen, ein Dudelsackspieler sorgte dabei für eine angemessene Atmosphäre. Am Abend genossen wir den Blick über die ganze Hauptstadt vom Mount Ainslie, von wo aus wir deutlich sehen konnten, dass die Stadt symmetrisch angelegt ist. Canberra ist eine Stadt die auf dem Reißbrett entworfen wurde, alles ist durchgeplant und mit symbolischem Sinn bedacht, Wolkenkratzer sucht man hier vergebens.

Am nächsten Tag stand ein Hauptstadtspaziergang auf dem Programm, dieser wurde maßgeblich vom alten und vor allem dem neuen Parlamentsgebäude bestimmt. Während das alte noch relativ unscheinbar daherkommt, strotzt das extravagante neue Parlamentsgebäude vom Capitalhill herab oder besser heraus, denn es ist in den „Hauptstadthügel“ hineingegraben! Auf dem grasbewachsenen Dach thront ein gigantischer 80 Meter hoher Fahnenmast, dessen Flagge so groß wie ein Doppeldeckerbus ist! Alle großen Hauptstraßen führen wie Strahlen von diesem zentralen Punkt der Hauptstadt weg und verleihen der Symbolträchtigkeit Ausdruck. Eine riesige Allee verbindet das neue Parlamentsgebäude, das alte Parlamentsgebäude und das für die Australier sehr wichtige War Memorial, die alle auf einer Achse liegen.  Eine Besichtigung des 1,1-Milliarden AU$ teuren Bauwerkes ließen wir uns selbstverständlich auch nicht nehmen. Weitere Anlaufpunkte unserer Erkundungstour waren das High Court, National Portrait Gallery und die National Gallery of Australia. Am schönen See Burley Griffin hatten wir das Glück, dem National Carrilon lauschen zu können. Der 50 Meter hohe Glockenturm mit 55 Bronzeglocken die zwischen 7 kg und 6 t schwer sind, machen das Glockenspiel zu einem der größten Musikinstrumente der Erde machen. Der ebenfalls im See befindliche Captain Cook Memorial Water Jet schießt eine gewaltige 147 m Wasserfontäne hoch in die Luft. Auch unser Abendessen war ein echtes Highlight, leckere Pommes frisch vom Grill!

Nahezu einen kompletten Tag verbrachten wir im National Museum of Australia, schon das Gebäude ist eine Attraktion oder vielmehr ein Kunstwerk für sich. In diesem Mitmachmuseum konnten wir viel über das Herz und die Seele Australiens erfahren. Ein kurzer Einführungsfilm in einem Drehkino lieferte Einblicke in die Ausstellung. Neben Einzelschicksalen und Geschichtsträchtigem, wurden auch alle Gebiete Australiens veranschaulicht. Aber alles sehr unterhaltsam und interessant, immer konnte man selber irgendwas mitmachen, mitspielen oder rumexperimentieren.

Als letztes Stand das Film und Sound Archive auf unserer To-do-list. Hier werden Film- und Tonaufnahmen der letzten 100 Jahre aufbewahrt. Man konnte kurze Filme anschauen, interessantes über australische Filme, Serien und Musik erfahren. Filmgeräusche nachstellen, seinen eigenen Comic malen, neuste Technik ausprobieren und vieles mehr. Damit endete unser 4 Tagestrip in die Hauptstadt und mehr hätte diese auch nicht mehr hergegeben.

Nun mussten wir die Entscheidung fällen, ob wir den langen Weg zurück an die Küste fahren oder quer durchs Land direkt nach Melbourne. Wir entschieden uns für die 700 km Variante über den Hume Highway direkt nach Melbourne. Wir entschieden uns dafür, weil wir planten, in Melbourne und Umgebung erst mal wieder nach Arbeit zu schauen. Der lange Weg mit einseitiger Aussicht und Landschaft, hatte touristisch nur wenig zu bieten. Abgesehen von einem schönen Campingplatz am Fluss und tollen Sternenhimmel, ist nur das kleine historische Städtchen Chilters nennenswert. Hier konnten wir die original Strohballen aus den Westernfilmen durch die Straßen wehen sehen, die Häuser sahen auch in etwa so auch. Ein echt nettes Dörfchen mit Charakter und eine willkommene Abwechslung auf der sonst eintönigen Fahrt. Die Tankstelle im Stil achtzehnhundertund… hatte leider aber Deutschlandspritpreisniveau.  Wir verließen New South Wales Richtung Victoria und nach etlichen Fahrtstunden kamen wir dann auch in Melbourne an. Hier sind wir nun schon seit über einem Monat. Den Bericht dazu schreiben wir dann in Kürze! :)

 Liebe Grüße Anika und Manuel

 

 

Meer, Wolkenkratzer und Strände

... und später dann auch blaue Berge, davon wollen wir euch diesmal berichten.

 

„Sydney ist die Art von Metropole, auf die viele andere Städte neidisch blicken, weil sie schlicht das ist, was die anderen gern sein würden: von der Sonne verwöhnt, glamourös und total selbstbewusst. Sydney ist die älteste, größte und vielseitigste Stadt des Landes. Sie ist am schönsten natürlichen Hafen der Welt erbaut und beherbergt zwei der wichtigsten Attraktionen Australiens: die Harbour Bridge und das Opera House.“ So stimmte uns unser Reiseführer Lonely Planet Australien auf die Viereinhalb Millionen Metropole Sydney ein!

Unser Auto parkten wir im Vorort Collaroy und stellten es dort für 9 Tage in Strandnähe ab. So gingen wir dem Stadtverkehr aus dem Weg und sparten uns die Wucherparkgebühren, für +4 Stunden bezahlt man in Sydney schon mal 72 Dollar. Wir kauften uns eine Wochenkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel und fuhren jeden Tag eine dreiviertel Stunde mit dem Bus in die Stadt.

Bei unserem ersten Stadtbesuch meinte die Sonne es übertrieben gut mit uns, schon morgens war es unglaublich heiß, die Fahrt in die Stadt war aufgrund des klimatisierten Busses noch auszuhalten. Aus dem Bus ausgestiegen, standen wir auf einmal mitten im Stadtzentrum und die Hitze erschlug uns. Bei 46 Grad Celsius war jeder Schritt zu viel und wir konnten die ersten Eindrücke von Sydney gar nicht so sehr genießen. Wir suchten die kühle und kostenfreie Kunstgallerie auf, in der Kunstwerke aus allen Epochen und Gegenden der Erde ausgestellt waren. Dort verweilten wir mindestens 2 Stunden und waren danach wieder bereit für die Hitze, dachten wir, bis wir uns nach wenigen Schritten wieder nach einer Klimaanlage sehnten. Wir schleppten uns durch den botanischen Garten zum Opera House, beim Anblick des klassischen Postkartenmotives konnten wir die zu hohen Temperaturen für einen Moment ausblenden. Nach einem Gang um das berühmte Bauwerk und einem ersten Blick auf die Harbour Bridge bummelten wir über den Circula Quay, dem Punkt in dem Bus-, Bahn- und Fährenverkehr aufeinandertreffen, weswegen dort jede Menge Trubel ist. Die Zeit verging total schnell und schon wurde es dunkel, wir suchten uns den richtigen Bus raus und schon waren wir auf dem Weg „nach Hause“.

Für die nächsten Tage machten wir uns jeweils einen groben Plan, damit wir unsere Zeit in Sydney möglichst ausschöpfen konnten. So stand am zweiten Tag eine Führung von Manuel (mit Reiseführer) durch The Rocks, dem historischem Teil der Stadt, auf dem Programm. Wenn es in Sydney so etwas wie eine Altstadt gibt, dann war es dort. So entdeckten wir zum Beispiel die 1815 erbaute Cadmans Cottage, das älteste Haus in Sydney und im Rocks Discovery Museum konnten wir das Leben der ersten Siedler durch jede Menge Ausstellungsstücke nachempfinden. Außerdem bummelten wir über einen schönen Markt, bei dem wir neben einen kostenlosen Kaffee auch eine Massage abstaubten. Des Weiteren schienen Hochzeitsgesellschaften das gesamte Viertel zu beschlagnahmen, wir sahen mindestens 10 Brautpaare mit jeweils 3 Fotografen…

Der dritte Tag begann bei uns später, weil wir das erste Mal bis um 10 Uhr schlafen konnten. Dann ging es ins Customs House, wo ein Modell im Maßstab von 1:500 von Sydney zu bewundern war und wir die Gelegenheit hatten, aktuelle deutsche Tageszeitungen und Zeitschriften zu lesen. Im Museum of Contemporary Arts konnten wir zeitgenössische Kunst beäugen und uns im Observatorium weiterbilden. Im Hafen war jede Menge los, ein riesiges Kreuzfahrtschiff lag im Hafen und überall spielten Straßenmusiker. Die folgenden Tage waren nicht weniger ereignisreich und Sydney hielt uns weiter auf Trapp. Wir besichtigten die Bücherei mit über 5 Mio. Büchern, 2 Kathedralen, die große Synagoge, den Luna-Park, das Rathaus und das riesige Queen Victoria Building, was einen ganzen Straßenblock einnimmt und nun als Ladenstraße dient. Wir schauten uns das Anzac War Memorial an, dessen Kuppel mit 120000 Sternen bestückt ist. Ein Stern für jeden Bürger von New South Wales, der im 1. Weltkrieg gedient hat. (Hierbei kann man erwähnen, dass es hier in jedem Dorf wenigstens eine Statue der Soldaten zu Ehre gibt und teilweise richtige „Tempel“ gebaut werden um die Soldaten zu ehren.) Wir besuchten die quicklebendige Chinatown, wo noch mehr Asiaten rumliefen als sonst schon in der Stadt. Im Hyde-Park lauschten wir einem kleinen Konzert von einer netten Band. Den Königlichen Botanischen Garten betrachteten wir auch noch genauer, genauso wie das darin befindliche Government House. Mit dem Bus fuhren wir in den Stadtteil King Cross, der vor allem für seine überdimensionale Werbung eines Softdrinkherstellers bekannt ist. Die Harbour Bridge haben wir auch aus fast jedem Winkel gesehen und fotografiert, wir sind jeden Tag 2 Mal mit dem Bus darüber gefahren, darüber gelaufen und mit der Fähre drunter durch gefahren und das im Hellen und im Dunkeln. Die Brücke hat übrigens stolze 8 Fahrbahnen, eine Bahnschiene und 2 Fußwege.

An den letzten beiden Tagen unserer Sydneywoche fanden wir den Weg nach Darling Harbour, dem wohl schönsten Teil Sydneys. Von der Fähre, die uns dorthin brachte, sahen wir die Stadt von einer ganz anderen Seite als zuvor. Neben einer Reihe von Touristenattraktionen wie Sealife und Wachsfigurenkabinett, war eine riesige gelbe Quitscheente im Hafen ein besonderer Besuchermagnet. Ein schwimmendes Fußballfeld auf dem Wasser, auf dem ein Fußballturnier stattfand, war auch bemerkenswert. Im Hardrock Café gab es allerhand Schätze zu sehen. Außerdem waren da noch das Marinemuseum mit den zahlreichen Museumsschiffen und U-Booten, sowie die Pyrmont Bridge. Der ganze Stadtteil war liebevoll mit vielen Brunnen und Wasserläufen gestaltet. Als wir abends mit der Fähre zurückfuhren, konnten wir die Stadt schön im Dunkeln leuchten sehen. Von Darling Harbour aus gelangten wir auch auf den 2.größten Fischmarkt der Welt, den wir dann lieber doch schnell hinter uns lassen wollten. Die Fischauswahl dort war aber mindestens genauso kurios wie ein Besuch im Aquarium.

Nach so viel Sydney mussten wir erst  einmal einen Ruhetag einlegen. Den verbrachten wir an einem der schönen Strände von Sydney und an einem tollen See. Außerdem erprobte sich Anika schon zum 2. Mal als Friseuse und schnitt Manuel die Haare. Ansonsten ruhten wir uns aus, um für den folgenden Tag fit zu sein.

Denn der 26. Januar ist Australia Day! Und das ist der wichtigste Feiertag in Australien. Mit großer Vorfreude fuhren wir in die Stadt, wo alles voller Menschen war und jeder hatte irgendein „Australienfanartikel“. Bei einem großen Karaokewettbewerb konnten wir einigen schrillen Stimmen lauschen, aber es gab auch zahlreiche gute Bands auf vielen verschiedenen Bühnen auf die Ohren. Lediglich beim Hymne singen entpuppten sich die Australier als wenig enthusiastisch, dabei schnitten sie unerwartet genauso schlecht ab, wie eine deutsche Fußballnationalmannschaft ;). Nach vielem offiziellen Prozedere und Ansprachen gab es eine große Bootparade. Und dann folgte das 25-minütige Feuerwerk mit Lasern, Wasserspielen und allen Drum und Dran. Uns wurde berichtet, dass das Feuerwerk sogar noch schöner gewesen sein soll, als das berühmte Sydneysilvesterfeuerwerk. Der Tag war der krönende Abschluss einer tollen Zeit in Sydney. Sydney ist wunderschön und total vielseitig, trotz der zahlreichen Hochhäuser und Millionen Menschen wirkt die Stadt nicht erdrückend, was auch daran liegt, dass es viele große Grünanlagen gibt. Die Stadt hat  einfach den perfekten Mix.

Als wir weiter in Richtung Blue Mountains fahren wollten, mussten wir erst mal durch die ganze Stadt irren. Das heißt, 80 km in 4 Stunden und dabei 50 rote Ampeln! Unsere geplante Route konnten wir nicht nehmen, da sie über eine Mautstraße geführt hätte, das stand zum Glück auch nirgendswo vorher… Gut das wir uns zuvor für eine Woche Busfahren entschieden. Durch unsere Alternativroute kamen wir glücklicherweise an der Hillsong Church vorbei, und da Sonntag war konnten wir dort sogar einen Gottesdienst besuchen. Das Konzept der Kirche ist etwas anders und spricht vor allem Jugendliche an, vor dem Gottesdienst war Disco, der Gottesdienst begann mit einem Konzert und danach eine Predigt, anschließend spielte im Foyer noch eine Band. In dem riesigen modernen Konzertsaal fanden sich 3500 Leute ein. Da es 2 Tage durchregnete, konnten wir noch nicht in die Blue Mountains fahren. In dieser Zeit waren wir in unserem Auto gefangen, weil wir als Camper eigentlich nur mit schönem Wetter etwas anfangen können.

Als die Sonne dann das Startsignal gab, konnten wir in die Berge aufbrechen. Und wie schön es dort war, vielleicht besonders schön nach fast 2 Wochen Stadt. Den ersten Tag verbrachten wir an den Wentworth Falls, und wir waren schon vom ersten Blick schlichtweg begeistert. Steile Sandsteinklippen und ein Tal voller grün, in der Ferne sahen die Berge tatsächlich blau aus. Das liegt übrigens am feinen Ölnebel, den die riesigen Eukalyptusbäume ausscheiden. Wir unternahmen eine Wanderung zum schönen Wasserfall hin und zurück liefen wir den Undercliffwalk unter den Klippen einer Felsspalte entlang. Am selben Tag schauten wir noch in Leura vorbei, wo es auch noch schöne Aussichtsplätze gab. Außerdem halfen wir einer merkwürdigen alten Frau, deren Auto nicht mehr angesprungen war, mit unserem Starterkabel. Den nächsten Tag verbrachten wir in Katoomba, zunächst genossen wir die Aussicht auf die berühmten Three Sisters, ehe wir uns für eine Wanderung entschieden. Diese führte zunächst 900 Stufen die Giant Stairways in das Tal hinab, nach 2 Stunden wandern im Tal mussten wir natürlich auch wieder hoch, über tausend Stufen und dann noch den Clifftopwalk bis zum Auto. Nach über 5 Stunden Wanderung mit nur einem Liter Wasser fuhren wir 5 km Schotterstraße zu unserem Campingplatz, auf dem Weg kreuzten wir auch eine dreimeterlange Schlange, die keine Anstalten machte aus dem Weg zu gehen. Der Campingplatz hatte etwas zu viel Leben in sich, und die Insekten erschwerten uns das Kochen ungemein. Zum Sonnenuntergang hatten wir einen tollen Blick auf eine Art „Grand Canyon“. Auf dem Avill Rock hatten wir einen tollen Rundumblick und wenige Meter davon entfernt war der „Wind Erodion Cave“, eine 50 Meterhohe Felswand, in der der Wind ein deutliches Muster hinterlassen hat. Genauso spektakulär wie die Three Sisters war die Aussicht am Govetts Leap in Blackheath, und wir waren wieder einmal begeistert. Wir gingen 30 Minuten zu den Bridal Veil Falls, die sich 300 Meter eine moosbewachsene Wand hinunterstürzten. Als wir wieder zurück zum Aussichtspunkt kamen, konnten wir dort, wo wir eben noch tollste Aussicht genossen haben, unsere Hand vor den Augen nicht mehr sehen. Eine riesige Nebelwand zog die Klippen hinauf und sorgte für eine gespenstige Atmosphäre. Es regnete von oben nach unten, und bei einem Blick über das Geländer konnte man denken, dass hier die Welt aufhört! Daran schlossen sich weitere 3 Tage Regen an und Manuel fragte sich ernsthaft, ob das hier noch Australien ist ;) Die Tage überbrückten wir mit viel Lesen, besichtigten kurz das Kiama Blowhole, bei dem das Wasser der Wellen bis zu 60 Meter hochschießt! Und eine kurze Regenpause nutzten wir zum Baden im eiskalten Meer und zum Duschen am Strand.

Das war es schon wieder von uns und das nächste Mal berichten wir euch aus der Hauptstadt! Wir denken an euch, liebe Grüße Anika und Manuel!

 

Goodbye Queensland, Hello New South Wales!

 

  

Wie die Überschrift schon vermuten lässt, haben wir es jetzt über die Grenze geschafft und das schöne          Queensland hinter uns gelassen. Damit befinden wir uns jetzt in einer anderen Zeitzone und sind euch nun 10 Stunden voraus. Die Zeitumstellung hat für uns den Vorteil, dass es eine Stunde länger hell ist und wir morgens sogar bis um 9 schlafen können ;)

Nachdem wir den fehlenden Schlaf der Silvesternacht nachgeholt hatten, fuhren wir in einen IKEA um unseren Haushalt zu komplettieren. Außerdem wurden wir mit allerhand Süßem aus Schweden verwöhnt. Noch am selben Tag bahnten wir uns den Weg an die Goldcoast – hier war Surfers Paradies unser erster Anlaufpunkt. Surfers Paradies ist eine schöne Stadt, deren Hochhäuser sich unmittelbar am Strand befinden. Das gab von einem der entfernteren und verlasseneren Strände ein tolles Fotomotiv ab. Hier verbrachten wir 3 Tage zwischen Sonne und Strand, schlendern in der Stadt, großem Autoputz und Wäsche waschen. Obwohl die Stadt lediglich 19000 Einwohner zählt, war der Verkehr den ganzen Tag über ein reinstes Chaos. Die Besuchermassen und nicht zuletzt auch die tollen Einkaufszentren, coolen Pubs und die Partymeile verbreiteten Großstadtfeeling. Ein schöner etwas anderer Markt an der Strandpromenade hatte viele interessante Stände zu bieten, auch solche mit allerhand Kuriositäten und Delikatessen, wie zum Beispiel Entfesselungskünstlern und getrocknetes Büffelfleisch.

Der nächste Stopp an der goldenen Küste war Burleigh Heads. Dem Umstand dass wir dort relativ orientierungslos durch die Gegend liefen, verdanken wir es, dass wir einem Surfwettbewerb mit guten Livebands sehen konnten. Nach Ende der Veranstaltung haben wir unser eigentliches Ziel, den Burleigh Heads Nationalpark dann doch noch gefunden und spazierten um die Landspitze. Am nächsten Morgen starteten wir mit einem erfrischenden Bad in einer Flussmündung in den Tag und ließen uns auf unserem Bodyboard von der Strömung treiben.

Weiter im Inneren des Landes befindet sich der Currumbin Valley Rock Pool mit natürlichen Bergstürzen und Felspools, wo wir einen ganzen Tag verbrachten. Hier waren wir übrigens nur ca. 15 km vom Drehort des „Dschungel“camps entfernt. In Coolangatta machten wir die Bekanntschaft mit einem netten russischen Pärchen und besuchten einen kleinen Rummel, und dann nahmen wir auch schon Abschied von Queensland.

Zwei wunderschöne Sommertage verbrachten wir am Point Danger und in Brunswick Heads. Der Point Danger verdankt seinen Namen vermutlich der starken Brandung, hier schlagen die ziemlich großen Wellen an die Felsen und werden zu meterhohen „Wänden“. Wenn man dort drunter stand und die Wasserfront auf sich zukommen sah, war das jedes Mal wieder eine Schrecksekunde. Ein verrückter Aborigine, mit Didgeridoo  und Boomerang bewaffnet, beschwor die Wellen für die eifrigen Surfer. Außerdem gab es einen natürlichen Whirlpool zwischen den Felsen sowie einen künstlich angelegten Pool auf den Felsen. Brunswick Heads überraschte uns mit einer tollen Filmkulisse, über eine alte Holzbrücke gelangten wir zum Strand und zu einem Fluss. Der Strand wurde hier von dem Fluss in den Schatten gestellt, weil der Fluss mit seinem kristallklaren Wasser mehr zum Verweilen einlud. Vom Flussrand aus hatte man einen tollen Blick auf die historische Brücke mit vielen Einheimischen, die von dort aus ins kühle Nass sprangen. Durch die dortige Atmosphäre fühlten wir uns wie in einem Dorf 50 Jahre zurück.

Dann ging es nach Byron Bay, einer Stadt der hier in Australien ein besonderer Ruf vorauseilt. Byron Bay liegt irgendwo zwischen Hippie, Öko und Surfermekka. Wir trafen schon vorher einige Leute, die Byron Bay hochlobten und gar für paradiesisch hielten. Davon wollten wir uns erst mal selber überzeugen. Zunächst stand eine Wanderung um das Cape Byron auf dem Programm, hier kamen wir an den östlichsten Punkt Australiens und zu einem schönen Leuchtturm. Hier konnten wir nicht nur Delfine, sondern auch eine echte Bergziege erblicken. Die Wanderung lohnte sich auch dahingehend, dass wir verschiedene Umgebungen durchquerten, von Strand über Küstenlandschaft und Grasland bis hin zum Regenwald. Später fiel uns auf, dass in so einer kleinen 5000 Einwohnerstadt unglaublich viele Läden und vor allem Touristen und Campervans waren. Bei einem späteren Stadtbummel konnten wir das Flair von Byron Bay miterleben, hier herrschte eine unglaubliche lässige Stimmung. In einem kleinen Park gab es Livemusik mit kostenlosem Chai und Eierkuchen. Außerdem ist Byron Bay wohl der einzige Ort, an dem man seine Kamera schon mal liegen lassen kann. Denn dieses Schlamassel passierte uns eines Abends, erst am nächsten Morgen bemerkten wir den Verlust und waren schon voller Aufruhr. Nach einer Suche an Ort und Stelle und in den anliegenden Läden verwies man auf die Polizei, wo ein ehrlicher Finder unsere Kamera tatsächlich abgegeben hatte- DANKE! Ansonsten gelang es Byron Bay nicht, uns in seinen Bann zu ziehen und nach ein paar Stunden am Strand zogen wir weiter.

Dann kam eine Weile lang nichts, wir besichtigten weitere kleinere Ortschaften, die aber nicht groß nennenswert sind. Erst Coffs Habour hatte wieder touristisch mehr zu bieten.  Im „Big Banana“ Park gab es neben einer überdimensionalen Banane auch die Möglichkeit zum Ski fahren und Eislaufen. Wir begnügten uns aber mit einem Spaziergang durch die Bananenplantasche und einem Blick hinter die Kulissen in einem Süßwarenladen. An einem schönen Strand, an dem der Sand mystisch über den Boden wehte, verbrachten wir ein paar schöne Stunden im Wasser und Anika beim Muschelnsammeln. Außerdem lernten wir beim Grillen 3 nette Australier in unserem Alter kennen, einer von ihnen war sogar ein Aborigine.

In Port Macquarie  erlebten wir unseren heißesten Tag bisher. Bei 45 Grad Celsius konnten wir es nur am Strand im Schatten aushalten, wo der Wind und das Wasser uns etwas Abkühlung bescherten. Außerdem konnten wir eine Hochzeit am Strand beobachten. Als es dann später etwas runterkühlte, konnten wir auch die Stadt ansehen. Schön war der über 1 km lange Uferdamm, auf dem jeder Stein mit Guerillakunst bemalt wurde. Wir verpassten es leider Farbe mitzubringen und konnten uns so nicht verewigen.  In Port Macquarie sahen wir auch die älteste noch genutzte Kirche Australiens von 1824. Als wir zur Rest Area fuhren, kamen wir nicht nur an einem kleinen Leuchtturm vorbei, sondern auch an Kamelen und konnten unseren Augen kaum glauben.

Harrington und Crowdy Bay sind kleine Fischerdörfer mit schicken Häusern. Hier ist ungefähr jeder schon Rentner und entweder man angelt oder spielt Golf. Hier konnten wir auch wilde Pelikane beim Fischfang beobachten. Die folgenden Tage waren etwas frischer und abends regnete es häufig, bei bitterkalten 22 Grad bevorzugten wir dann auch lange Kleidung ;)

Rund 150 Kilometer nördlich von Sydney befindet sich Newcastle, die zweitälteste Stadt Australiens und sicherlich auch eine der Schönsten. Neben dem größten Exporthafen für Kohle weltweit hat die von Sträflingen erbaute Stadt tolle Strände, viele historische Sehenswürdigkeiten und auch allerhand Stadtleben zu bieten. Ein toller Mix wie wir fanden. Hier besichtigten wir eine riesige Kathedrale, die Ruine einer alten Flakstellung und Nobbys Head. Eine Insel die bis auf 28 Meter abgetragen und nun mit dem Festland verbunden wurde. Von einem langen Wellenbrecher aus hatten wir einen tollen Blick auf die einmalig schöne Sandbank. Im schönen King Edward Park genossen wir unser Abendessen, ehe wir uns einen Platz zum Wildcampen suchten. Wir verbrachten noch 2 weitere schöne Tage in Newcastle. Wir besuchten einen kostenlosen! Zoo, der mitten im Wald lag mit vielen schönen Wanderwegen. Hier sahen wir auch das erste Mal, das Koalas nicht nur schlafend an Bäumen hängen. Ein kleiner Babykoala war sehr aktiv, lief wild im Gehege umher und sprang von Ast zu Ast, während er genüsslich am Eukalyptus schnapperte.  Außerdem wurde Manuel wieder mal Opfer einer Vogelattacke. Er wurde hier jetzt schon von mehr Vogelarten angekackt, als er in Deutschland kennt. :P Vom 40 Meter hohem Aussichtsturm hatten wir einen tollen Blick über die ganze Stadt und auch den Hafen. Eine Kunstgallerie stand ebenfalls auf unserem Plan, genauso wie Fort Scratchey. Das ist die einzige Festung Australiens die aktiv in den 2. Weltkrieg eingriff und dabei ein japanisches Schiff versenkte. Im Lock-up konnte man über die Anfangszeit der kolonialen Besiedelung erfahren und auch originale Gefängniszellen aus der Anfangszeit der Besiedelung ansehen. Besonders interessant war dabei die „Gummizelle“. Nachdem wir uns im größten Meeresbecken der südlichen Hemisphäre erfrischten, war unser Aufenthalt in Newcastle auch schon vorüber.

Jetzt sind wir in Sydney und besuchen zunächst Anikas Freundin aus Lößnitz, die zurzeit in Sydney in einer eigenen Wohnung lebt. In den nächsten Tagen werden wir dann nach und nach die Stadt erkunden. 

Liebe Grüße Anika und Manuel

 

 

Fröhliches neues Jahr!

Wie sieht es bei euch dieses Jahr mit guten Vorsätzen aus? Dass wir uns darüber noch keine Gedanken gemacht hatten, stellten wir fest, als wir am Silvestermorgen eine deutsche Radiomoderatorin mit selbiger Frage hörten. Schon erstaunlich dass es hier überhaupt einen deutschen Radiosender gibt, wo man in Australien doch häufiger nur Rauschen im Radio hört als alles andere. Nachdem wir die Antworten anderer in Australien lebender Deutschen hörten, verfassten wir unseren eigenen guten Vorsatz. Der lautet dieses Jahr: Unsere verbleibende Zeit in Australien in vollen Zügen zu genießen.

Genossen haben wir auch die letzte Woche im alten Jahr. Nach einem Surftag gingen wir abends ans Meer angeln, leider hatten wir aber nichts Großes am Haken. Da es mit dem Fischfang fürs Weihnachtsmenü nicht geklappt hat, passte es uns ganz gut, dass wir am nächsten Tag zum ersten Mal einen Aldi-Supermarkt in Australien gefunden haben! Hier konnten wir uns mit Spekulatius und Schokoladenweihnachtsmännern eindecken, sowie für unser Festessen einkaufen. Als wir unser Essen zubereiteten, gesellte sich ein netter 43-jähriger Lehrer aus Kiel zu uns, mit dem wir unser Weihnachtsfest verbrachten. Aufgrund seiner mangelhaften Englischkenntnisse war er besonders froh auf Deutsche getroffen zu sein, und so konnte der sonst einsam Reisende gleich unsere Hilfe bei Simkartenkauf, Reiseplanung und Zeitumstellung in Anspruch nehmen. Unser Weihnachten verbrachten wir also in Hervey Bay, von wo wir eigentlich planten, die Fraser Island zu besuchen. Leider waren zur Weihnachtszeit alle Touren ausgebucht und wir nahmen mit dem Strand vorlieb. Außerdem besuchten wir auch einen Weihnachtsgottesdienst der United Church Australia, in der wir freundlich empfangen wurden. Bei einem Abendspaziergang über den 800 Meter langen Steg in Hervey Bay konnten wir nicht nur das blaue Meer und dutzende Angler beobachten, sondern auch tausende tiefblaue Quallen. Da die Quallen ca. 30 Zentimeter groß sind und stechen, waren wir froh zu dieser Zeit nicht im Wasser zu sein.

Nach 2 schönen Tagen in Hervey Bay erkundeten wir nun das kleine historische Städtchen Maryborough. Hier fühlten wir uns wie in einer verlassenen Westernstadt, da wir die einzigen Menschen auf den Straßen waren. In der Stadt konnten wir viele geschichtsträchtige Gebäude und auch das Geburtshaus des Autors von Mary Poppins ansehen. Nach einem Bild mit der Mary Poppins Statue ging es weiter nach Rainbow Beach. Der Weg führte durch schönen Nadelwald, in dem wir auch Wildpferde beobachten konnten. Nachdem wir einige Stunden am Strand verbrachten, nahmen wir am späten Nachmittag an einem geführten Bushwalk teil. Dieser führte uns zum Carlos Sandblow, einer unfassbar gigantischgroßen Sanddüne. Hier kamen wir uns vor, als stünden wir mitten in der Wüste. Allerdings konnten wir sowohl das Meer auf der einen Seite, als auch den Regenwald mit toller Seenlandschaft auf der anderen Seite vom höchsten Punkt der Sanddüne aus bewundern. Beim Sandsurfen heizten wir auf Brettern einen sehr steilen Abhang hinunter, erst nur im Sitzen wie beim Schlitten fahren, aber später auch im Stehen. Desweiteren versuchten wir uns im Boomerang werfen, was nicht so recht gelingen sollte. Eine weitere Besonderheit, der Rainbow Beach auch ihren Namen verdankt, war der verschiedenfarbige Sand, der in zahlreichen ungewöhnlichen Farbtönen die Sanddüne zierte.

Am nächsten Tag stand schon ein weiteres Highlight der Ostküste auf dem Programm. Wir machten eine Tagestour auf die Fraser Islands, die größte Sandinsel der Welt. Und dabei der einzige Ort der Welt wo tropischer Regenwald auf Sand wächst. Unser Gefährt war ein umfunktionierter MAN-Truck mit Panoramascheiben. Auf der Insel ist es nur Allradfahrzeugen möglich zu fahren, da es lediglich Sandpisten gjbt, außerdem erfodert das Fahren in dem tiefen Sand mit vielen Schlaglöchern viel Fahrgeschick und sollte nur Profis überlassen werden. Nachdem wir mit der Fähre im Sand anlegten, war der Lake McKenzie unser 1. Ziel. Das ist ein wunderschöner Binnensee mit kristallklarem Wasser und weißen Strand, der lediglich durch Regenwasser gefüllt ist, da es weder Zu- noch Abfluss gibt. Dieser See war einfach nur unbeschreiblich und ihr könnt euch das gar nicht vorstellen! Es ist schwer solche Anblicke zu beschreiben ohne wiederholend die Adjektive paradiesisch, traumhaft und wunderschön zu verwenden. Der nächste Anlaufpunkt war die Central Station, ein früheres Holzfällerreservoir. Von dort aus gelangten wir in den oben benannten Regenwald. Ein kleiner Fluss führte entlang des schönen Wanderweges mit Wasser so rein, dass man es bedenkenlos trinken konnte (und es schmeckte gut!). Bei dem Wasser handelt es sich übrigens um Regenwasser von vor hundert Jahren, das durch die Insel gefiltert wurde. Nach einem leckeren Buffet erkundeten wir das Schiffswrack Maheno, ein riesiges Schiff das 1935 auf Land gelaufen ist und nun eine imposante Kulisse bietet. Letztes Ziel für diesen ereignisreichen Tag war der Eli Creek, ein Fluss der 4 Millionen Liter Süßwasser je Stunde ins Meer pumpt und das auf einer Insel auf der es seit 15 Wochen nicht mehr geregnet hat! Unvorstellbar! Wir legten uns in den eiskalten Fluss und durch die große Strömung konnten wir uns einfach ins Meer treiben lassen, aber nicht zu weit denn sonst lauern schon die Haie ;)   Auf dem Rückweg ging es den 75 Meilen Strand entlang, der Sandautobahn von Fraser Island. Mit unserem Monstergefährt brausten wir bei unserer Sandrallye mit 100 Sachen an allen anderen normalen Jeeps vorbei, die Zugangswege zum Inneren der Insel konnten aber nur wesentlich langsamer Befahren werden.  Fraser Island war genau wie die Whitsundays ein unvergessliches Erlebnis.

Am nächsten Tag nahmen wir morgens an der Fütterung von wilden Delfinen teil, ehe wir uns auf den Weg gen Sunshine Coast machten. Noosa empfing uns mit einer Vielzahl verwirrender Kreisverkehre sowie massig Urlaubern. Obwohl wir vorher gelesen hatten, dass Noosa in der Ferienzeit überfüllt ist, kamen für uns die überfüllten Straßen und ewige Parkplatzsuche unerwartet. Nach nervenaufreibender Parkplatzsuche zog es uns zuerst in den Nationalpark, aus einer Vielzahl von Wanderrouten wählten wir eine mit Regenwald und Küste. Nach einigen Kilometern durch den Regenwald erreichten wir einen abgelegenen Strand, wo wir uns im Meer abkühlen konnten. Der weitere Weg führte die Küste entlang zu dem Hells Gate, eine unglaublich tiefe Klippenschlucht mit tollem Ausblick und riesigen! Wellen! Der weitere Weg führte an 6 einsamen Stränden vorbei, bevor wir wieder in der Stadt ankamen. Zum Glück gab es einen kostenlosen Busservice, da wir ziemlich geschafft waren und die letzten Kilometer zu unserem abgelegen Parkplatz sonst zur Qual geworden wären. Außerdem wissen wir jetzt wie und wo die Australier Urlaub machen und haben es ihnen gleichgetan, wenn auch im Auto und nicht im teurem Hotel. Unseren nächsten Tag dort verbrachten wir am Strand und in den Wellen.

Am 29. und 30. Dezember verbrachten wir unsere Vormittage jeweils an weiteren schönen Stränden der Sunshine Coast und abends mutierten wir zu Bergsteigern als wir den Mount Collum bestiegen und am nächsten Tag die Glass House Mountains erkundeten.

Den letzten Tag des Jahres verbrachten wir am Startpunkt unserer Australienreise Brisbane! Wir sahen dem neuen Jahr auf einer öffentlichen kostenlosen Feier am Brisbane River entgegen, auf dem 2 tolle Feuerwerke auf uns warteten. Das war eine alkoholfreie(!) Veranstaltung und bis zum letzten Platz war alles mit Menschen auf den Wiesen und Wegen gefüllt. Und dann hieß es auch schon Willkommen 2013! Und das schon 9 Stunden bevor ihr darauf angestoßen habt. :) Feuerwerkskörper gibt es übrigens in Australien nicht zu kaufen.

Liebe Grüße Anika und Manuel

 

Ach übrigens ist der Benzinpreis hier zurzeit auf einem Tief, wir sahen schon Tankstellen wo der Liter Benzin umgerechnet ca. 1 Euro kostete anstatt der sonst hier üblichen ca. 1,20 Euro.


Leider haben wir hier auf unserer Homepage nur die Möglichkeit 40 Bilder hochzuladen. Da wir jetzt schon bei dieser Anzahl angekommen sind, mussten wir einige Bilder löschen um neue hochladen zu können. Wir werden also nun immer einige ältere Bilder löschen, damit neue reingestellt werden können.

 

We`re dreaming of a white Christmas

Zunächst einmal wünschen wir euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Wir hoffen dass ihr gemütliche Stunden in der weißen Heimat verbringt und natürlich alle reich beschenkt werdet ;) Vielleicht ja auch mit einer von den über 550000 Mangos, die durch unsere Hände gingen.

Wir hatten noch einmal das Glück, 3 weitere Tage auf der Mangofarm arbeiten zu können. Da zwischen den Arbeitstagen jeweils ein Ruhetag lag, hatten wir Zeit noch einiges in der Townsvillegegend zu unternehmen. Dabei besuchten wir das Billabong Sanctuary, eine Kreuzung aus Wildtierreservat und Streichelzoo. Dort konnten wir viele typisch australische Tiere erleben, Koalas und Wombats knuddeln, Krokodilfütterungen beobachten, Schlangen und Echsen anfassen und sehr aufdringliche Kängurus füttern. Außerdem feierten wir Manuels Geburtstag mit einem Schlemmertag mit ausgiebigen Frühstück am Meer und leckerem Abendessen im Restaurant. Und natürlich mit Baden im Meer, was in Deutschland bisher im Dezember noch nie geklappt hat.

Als wir John Morton, den netten australischen Farmer, endgültig verließen, hieß unser nächstes Ziel die Whitsundays Islands. Das ist eine wunderschöne Inselgruppe bestehend aus 74 Inseln, einige mit Traumstränden, andere perfekt zum Schnorcheln und Tauchen und wiederum andere unbewohnt und bewaldet. In Airlie Beach wurden wir von einer Flut von Tourangeboten erschlagen. Angebote vergleichen stand auf dem Programm und das nahm einen ganzen Tag in Anspruch. Unsere Wunschtour war schon für den nächsten Tag verfügbar und dann hieß es auf zur See! Die folgenden 2 Tage und Nächte verbrachten wir auf einem Segelschiff. Unser Schiff namens Condor, war ein Rennsegelschiff und gewann 2001 sogar das prestigeträchtige Segelrennen Sydney-Hobart. Kaum an Bord und schon mussten wir kräftig anpacken um die beiden Segel zu setzen, was viel schwieriger war als gedacht. Bei 45 Grad Schieflage erwischten wir einen Platz ziemlich weit vorn, der uns klitschnasse Kleidung bescherte. Man merkte schnell, dass dieses Boot nicht für Kaffeefahrten sondern für Rennen gebaut wurde. Die Zeit verging wie im Flug, während wir die anderen Passagiere kennenlernten. Und schon schlüpften wir in unsere Stingersuits (Quallenschutzanzüge) und sprangen von Bord um beim Schnorcheln die Korallen und Fische des Great Barrier Reefs kennenzulernen. Da wir Beide vorher noch kein Korallenriff sahen, begeisterte uns die bunte Unterwasserwelt besonders. In der Nacht konnten wir vom Deck aus einen atemberaubenden Sternenhimmel bewundern und hatten Dank den zahlreichen Sternschnuppen viele Wünsche frei. Wir schliefen in einem Schlafsaal unter Deck, in dem es ziemlich eng war, da sich die Betten aneinander und auch übereinander reihten. Am nächsten Tag wurden wir schon zeitig geweckt und wir segelten zu einem der 3 schönsten Strände der Welt. Auf dem Weg dorthin konnten wir riesige Wasserschildkröten sehen. Der Ausblick auf diesen Strand vom Aussichtspunkt aus war fantastisch und wir konnten es kaum erwarten ins Wasser zu springen. Der Sand war weiß wie Schnee und weich wie Mehl, und das Meer Azurblau. Hier genossen wir einige Stunden bei perfektem Badewetter. Im Anschluss daran konnten wir erneut Schnorcheln gehen und das an einem noch viel schöneren Platz, wo auch Fische mit einer Länge über einen Meter um uns schwommen. Diesen perfekten Tag ließen wir auf einer einsamen Sandinsel ausklingen, auf der wir den Sonnenuntergang genossen, ehe wir auf das Boot zum Barbecue zurückkehrten. Am letzten Morgen schlemmten wir noch einmal auf hoher See, bevor wir wieder Land unter den Füßen hatten. Die Tour hat sich auf jeden Fall sehr gelohnt, auch wenn sie nicht gerade sehr günstig war.

Nach so viel Sonne, Meer und Strand planten wir 2 Tage im tropischen Regenwald ein. Unser Ziel war ein Bushcamp im Eungella Nationalpark, dass von einem einsamen Aussteiger geführt wird. Das Besondere an diesem Ort war die liebevolle Einrichtung der kompletten „Wohnung“ unter freiem Himmel. Ein urgemütliches Wohnzimmer mit Kamin und 2 wilden Kakadus, die bei Wazza leben. Auch das Kochen und Duschen in dieser Einrichtung war ein besonderes Erlebnis. Unser Tag in der Ruhe des Regenwaldes und im natürlichen Badesee gefiel uns sehr. Der Badesee wird von einem Fluss befüllt, dessen Wasser so rein ist, dass wir es auch trinken konnten. Am nächsten Tag stand eine ausgiebige Wanderung durch den Regenwald zu 2 weiteren bezaubernden Badestellen mit Wasserfällen auf dem Plan.

Weiter Richtung Süden waren Mackay und Rockhampton Stationen unserer Reise, wo wir bei Einkaufstouren wieder mitten im Stadtgetümmel waren. Wir verabschiedeten uns erneut vom Stadtleben und suchten einen abgelegen Campingplatz direkt am Meer auf. Abends saßen wir am Meer und morgens ging es direkt auf zu einer Wattwanderung.

Nachdem wir alte Bekannte getroffen haben, fuhren wir gemeinsam mit ihnen nach Agnes Water und Town of 1770, 2 kleine Zwillingsküstenstädtchen. Hier konnten wir das erste Mal ohne Einschränkungen durch Quallen ins Meer baden gehen. Außerdem erprobten wir uns im Wellenreiten, indem wir erfolgreich einen Surfkurs belegten. Dabei stellten wir uns gar nicht so schlecht an, sodass wir überlegen, uns ein eigenes Surfbrett zuzulegen. Das Surfen machte uns jedenfalls viel Spaß, war aber nicht so einfach und unerwartet anstrengend.

Und jetzt wo wir wissen, dass zumindestens in Australien die Welt nicht untergegangen ist, müssen wir noch ein Plätzchen für Weihnachten finden. Einen Plan haben wir auch jetzt 2 Tage vor Weihnachten noch nicht, aber richtiges Weihnachten ist das hier sowieso nicht. Deswegen werden wir wohl nur von einer weißen Weihnacht im Erzgebirge träumen, aber danach auch schon wieder das schöne Wetter hier genießen.

Frohe Weihnachten wünschen Anika und Manuel

PS: Wusstet ihr, dass es hier jeden Tag ca. 19 Uhr dunkel wird?

Nach dem Vergnügen folgte die Arbeit!

Seit dem wir unser Auto namens Vincent besitzen, haben wir nun schon knapp 1000 Kilometer auf Australiens Straßen zurückgelegt. Unseren Abend in Atherton genossen wir mit leckeren Burgern vom Grill, gemeinsam mit einer netten australischen Familie, die uns an ihren Köstlichkeiten teilhaben ließ. In dieser Nacht gestaltete sich das Suchen eines Quartieres zum Wildcampen schwieriger als sonst, als wir einen vermeintlich guten Platz gefunden hatten und uns zur Ruhe legten, fuhr nach wenigen Minuten die Polizeistreife an uns vorbei. Um auf Nummer sicher zu gehen wechselten wir den Stellplatz, wo uns aber nach wenigen Minuten kurioser Weise das Selbige widerfuhr. Es war eine Schotterstraße im Dunkeln, die lediglich zu einem Feld führt und eigentlich nie Befahren wird. Wegen eines flauen Magengefühls wechselten wir erneut den Platz, irrten 30 Minuten planlos durch die ganze Stadt, bis wir einen guten gefunden hatten.

Am nächsten Morgen erwachten wir zeitig und fuhren zum Lake Tinaroo, einem riesigen Stausee, wo wir anderthalb Tage verbrachten. Der See war ideal zum Campen und Baden, und das alles kostete uns keinen Cent. Die nächste Etappe unseren Trips war Yungaburra. Dort angekommen schnürten wir die Wanderschuhe und machten eine Wanderung entlang eines Baches, an dem man Schnabeltiere und Schildkröten beobachten konnte. Dort hatten wir auch die erste Begegnung mit einer Schlange, die uns einen mächtigen Schreck einjagte. :D Außerdem besichtigten wir in Yungaburra den Curtain Fig Tree, einen 500-Jahre alten Feigenbaum mit riesigen Luftwurzeln, die einen dichten Vorhang bilden.  Als wir nach der Wanderung zurück in der Stadt ankamen, erhielten wir die Nachricht, dass wir auf einer Mangofarm arbeiten können. Wie sich rausstellte, war es unser  1. Anruf der zum Erfolg führte und alle weiteren Bemühungen waren überflüssig. So blieben uns nur wenige Tage, um uns unseren Weg nach Townsville zu bahnen. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir weitere Sehenswürdigkeiten. So auch die Milla-Milla-Fälle, der Weg dorthin wurde von hunderten Kühen erschwert, die vollkommen alleine die Straße überquerten. Ein weiteres Tagesziel war Mission Beach, wo wir den ganzen Tag am paradiesischen Strand untere Palmen verbrachten. Das Baden war nur in bestimmten Bereichen zwischen Quallennetzen  möglich und der Sand feuerheiß. Nichtsdestotrotz genossen wir unseren ersten Aufenthalt am Strand.

Den darauffolgenden Tag verbrachten wir im Paluma Range Nationalpark. Regenwald mit herrlichem Küstenpanorama und vielen Wanderwegen. Der Weg zum Crystal Creek führte eine seeehr schmale Straße den Berg hinauf, begleitet vom Zirpen der Insekten,  welche das Autoradio übertönten. Mitten im Regenwald gibt es mehrere kleine Badebecken mit kleinen Wasserfällen, die sogar Wasserrutschen und Whirlpools bilden. Kristallklares, kühles Wasser und die wunderschöne Natur machten diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Badeerlebnis. Das war bisher mit Abstand unser schönstes Badevergnügen.

Die Nächte verbrachten wir jetzt übrigens immer auf kostenlosen Campingplätzen, was auch fast so abenteuerlich sein kann wie das Wildcampen. Kalte Duschen im Freien, die man sich mit allen möglichen Tieren teilt, dutzende Kröten in den Sanitäranlagen und unappetitliche Insekten in unserem Auto.

In Townsville angekommen legten wir einen weiteren Tag am Strand ein, den wir mit BBQ direkt am Meer mit tollem Ausblick und frischer Meeresluft beendeten. Am 22. November stand dann auch schon unser 1. Arbeitstag auf der Mangofarm auf dem Plan. Nach einem ganzen Berg Papierkram ging es ans Geldverdienen. Dabei erhielten wir beide unterschiedliche Aufgaben in der Halle. Manuel wurde zunächst mit „Zappen“ beauftragt, das heißt den Stiel der Mango entfernen. Diese Arbeit war nicht nur die eintönigste, sondern auch gefährlich. Der dabei herausspritzende Mangosaft ist stark ätzend und kann üble Verbrennungen und Ausschlag verursachen. Davon wurden wir zum Glück verschont und schon nach einem halben Tag hatte Manuel Glück und konnte eine andere Aufgabe übernehmen. Nun hieß es für ihn 30 kg Mangokisten schleppen und waschen, was aber durchaus die bessere Aufgabe war. Anikas Tätigkeit bestand darin die Mangos am Fließband nach Klassen zu sortieren oder sie versandfertig in Kisten zu verpacken. Sicher nicht die schönste Arbeit auf der Welt, aber erträglich. Die Mangosaison dauerte dieses Jahr leider anstatt den erhofften 3 Wochen nur 12 Tage, aber immerhin konnten wir etwas Geld zusammensparen. Dabei half auch, dass wir nichts für den Campingplatz entbehren mussten, da unweit unserer Arbeitsstelle 2 kostenlose Campingplätze waren. Der eine an einer Tankstelle mit mückenfreier Luft am Abend und kostenlosem Fernsehraum und der andere im Nationalpark mit schöner Bademöglichkeit und vielen Kängurus. Die Abende verbrachten wir in gemütlicher Runde mit 4 anderen Pärchen, die mit uns zusammen arbeiteten. Da wir uns mit allen gut verstanden haben, ist es schade, dass wir jetzt größtenteils wieder getrennte Wege gehen.

Nach unserem letzten Arbeitstag am 3.12.2012 machten wir und 2 anderen deutsche Pärchen uns seit langem mal wieder schick und fuhren ins Casino. Dort gab es gegen die Eröffnung einer kostenlosen Mitgliedschaft ein freies Essen, sowie kostenlose Getränke und ein 5$ Spielgutschein, mit dem wir 30 Dollar beim Roulette erspielten. Welch Luxus eine richtige Mahlzeit sein kann, wenn man sich sonst nur von Toast und Nudeln mit Tomatensoße ernährt ;)

Und jetzt nutzen wir unsere freie Zeit um die Gegend um Townsville zu erkundigen. Heute führte unser Weg bei platzender Sonne und mindestens 35 Grad 290 Höhenmeter auf den Castle Hill, einem riesigen roten Felsbrocken von dem man einen tollen Ausblick auf die Stadt, das Meer und die umliegende Insel genießen konnte. Für diesen Ausblick hat sich der doch sehr anstrengende Weg wirklich gelohnt. Heute Abend verabschieden wir uns von unseren neuen Freunden und lassen die gemeinsame Zeit mit einem Barbecue am Meer ausklingen.

Unser Weg führt jetzt weiter Richtung Süden, wir halten euch auf dem Laufenden.

PS: Da es hier sehr schwer fällt in Weihnachtsstimmung zu kommen, dekorierten wir unser Auto mit Christbaumkugeln und Lametta. Das winterliche Wetter und das weihnachtliche Erzgebirge vermissen wir schon ein wenig. 

Liebe Grüße Anika und Manuel

Mobiles Zuhause

Um es gleich zu Beginn loszuwerden: Wir sind jetzt mobil!

Aber zunächst einmal zu unseren ersten Erlebnissen in Cairns. Nachdem wir pünktlich mit dem Flugzeug landeten, ging es via Shuttlebus zu unserem Hostel. Dabei waren wir besonders gespannt, was uns für sehr günstige 115 Dollar pro Woche erwarten würde. Und tatsächlich waren die ersten Eindrücke eher abschreckend. Man gestand uns ein Doppelzimmer (eigentlich 50 Dollar pro Nacht) ohne Aufpreis zu, das Badezimmer mussten wir aber mit 7 weiteren Menschen teilen. Der Vorteil in unserem Zimmer war ohne Zweifel, dass wir über eine Klimaanlage verfügten, die sich als wirklich notwendig erwies. Als wir ein zu kleines Bettlagen bekamen und an der Rezeption umtauschen wollten, schafften wir es uns aus dem Zimmer auszusperren. Die Tür ließ sich trotz Schlüssel nicht mehr von außen öffnen, sodass ein Einbruch durch das Fenster von Nöten war. Ein weiterer Schock waren die Berichte der anderen Gäste über den Bettwanzenbefall  und das zugemüllte Badezimmer. Aber während unseres Aufenthaltes lernten wir dieses Hostel durchaus lieben, dazu trugen vor allem auch die netten Backpacker, kostenloses Frühstück, Internet, der Pool und die Hängematten bei. Der allabendliche Höhepunkt war das kostenlose Abendessen in einem Pub, wo neben gutem Essen auch lustige Spiele auf dem Programm standen. Dabei wurden auch wir durch Lose zu Kandidaten bei „Meal or No Meal“, wo man Preise im Wert von über 1000$ gewinnen konnte. Anika schaffte es durch Mogelei 10 Dollar zu erspielen, obwohl sie sich zuvor zierte am Spiel teilzunehmen.

Die Autosuche war zu diesem Zeitpunkt schon im vollen Gange. Nachdem wir den Automarkt in Cairns durchforsteten, arrangierten wir 2 Autobesichtigungen. Die erste mit einem Deutschen, der seit 4 Jahren in Australien lebt und für Backpacker Vans zu Campervans ausbaut. Elia, der ehrliche Autohändler, empfahl uns das Auto, was wir ohnehin im weiteren Tagesverlauf besichtigen wollten. Dieses hatte er vor einem Jahr selber umgebaut und verkauft. Bei der zweiten Autobesichtigung hatten wir sofort ein super  Gefühl und das Auto konnte uns sehr überzeugen. Wir wussten, das soll unser Auto  werden und schlugen sofort zu. Nachdem die Kaufformalitäten erledigt wurden, sind wir nun stolze Eigentümer eines Mitsubishi Express aus dem Jahre 1999. Unser Van ist durch die „Terra Cottage“ Bemalung des früheren Firmenwagens bestens beim Wildcampen getarnt und wird uns auch sonst hoffentlich nicht im Stich lassen. Ummeldung, Automobilclub und Versicherung kosteten nicht nur viel Geld, sondern auch Nerven. Aber das haben wir jetzt alles gut hinter uns gebracht.

Im warmen Cairns machten wir erste Begegnungen  mit dem tropischen Klima, häufiger gab es kleinere Schauer und die Luft war teils sehr schwül. Jeden Tag war es sehr warm, sodass wir im Pool oder in der Meereslagune baden gehen konnten. Abends flogen über unserem Hostel tausende Fledermäuse, die man tagsüber in den Bäumen hängen sehen könnte (und riechen). Außerdem wurde das Treiben in der Stadt abends von Didgeridoo-Künstlern und Straßenmusikern bestimmt, sowie von einer allabendlichen Feuershow. Den Weg in das Casino von Cairns fanden wir nicht zuletzt wegen dem kostenlosen Kakao, gespielt wurde aber nur mit Geld, welches sich noch im Automaten befand. Auch das Angebot eines Reisebüros, das mit kostenloser Pizza und Getränken warb, ließen wir uns nicht entgehen. Bei einem längeren Stadtbummel  entlang der Esplanada hin zum botanischen Garten mit Rainforest Boardwalk erlitten wir einen ersten Sonnenbrand. Mit einem Einkaufstag, begleitet von Weihnachtsmusik bei 33 Grad, beendeten wir unsere Woche im Woodduck Hostel in Cairns. Nun konnten wir endlich die erste Nacht im eigenen Auto verbringen, in einer abgelegenen Nebenstraße schlugen wir unser Nachtquartier auf. Denn beim Wildcampen drohen pro Person 200$ Strafe. 

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 5 Uhr morgens. Die groß angepriesene Eclipse stand auf dem Plan. Wir fuhren zum Strand, wo wir feststellten, dass ganz Cairns an den Strand gepilgert zu sein scheint.  Leider verhinderten einige Wolken die perfekte Aussicht, dennoch war die totale Sonnenfinsternis ein interessantes Ereignis. Danach hieß es Abschied nehmen von Cairns, das wir als Hippiestadt in Erinnerung behalten werden.

Zunächst die Autobahn und dann enge kurvige Bergstraßen führten uns zu unserem ersten Ausflugsziel. Kuranda – einst ein alternatives Ökodorf, dient heute als Touristenmagnet. Im Dorf selbst gab es einige Touristenmärkte zu sehen und nach einer anstrengenden Wanderung standen wir mitten im Tropischen Regenwald. Im Barron George National Park sahen wir Australien das erste Mal von einer anderen Seite, unberührte Natur und wunderschöne Aussichten. Das Highlight dieses Ausfluges waren die Barron Falls, 260 Meter hohe Wasserfälle umgeben von imposanten steilen Klippen. Und auch wenn der Barron River zum Baden einlud, konnten wir uns wegen den zahlreichen Stechinsekten nicht zum Plantschen überwinden. Anika zählt zurzeit weit über 40 größere und kleinere Stiche an Armen und Beinen. In Kuranda verbrachten wir auch die Nacht und machten die Bekanntschaft mit einer älteren Neuseeländerin, die uns freundlicherweise ihre Küche zum Aufwaschen zur Verfügung stellte.

Am nächsten Morgen fuhren wir den Highway entlang nach Mareeba, wo wir uns vornahmen nach Jobangeboten Ausschau zu halten. In der Touristeninformation erhielten wir einige Kontaktdaten und konnten das Museum, das die Geschichte Mareebas und der Umgebung aufzeigte, kostenlos besichtigen. Später ging es weiter nach Atherton, und auf dem Weg dorthin hielten wir bei 3 Farmen und versuchten unser Glück dort einen Job zu finden. Auf einer dieser Farmen wurden wir von 2 kläffenden Schäferhunden davongejagt. Und auch unsere weiteren Bemühungen erzielten bisher leider keinen Erfolg. Von 2 Deutschen Bekannten erhielten wir eine weitere Adresse,  wo wir nun immerhin auf der Reserveliste stehen. Aber wir lassen uns nicht entmutigen und bleiben weiter optimistisch ;)  

Da wir jetzt nicht regelmäßig über Internetzugang verfügen, werden wir uns nicht immer melden können! Bilder folgen! Bis demnächst und schöne Tage im Gebirge! Wir denken an euch,  Anika und Manuel  :)

Neues Reiseziel

Heute ist Sonntag, unser vorletzter Tag in Brisbane. Nachdem wir uns in den letzten Tagen voll und ganz der Autosuche widmeten und dabei leider keinen Erfolg erzielten, werden wir am Dienstag die Stadt Richtung  Norden nach Cairns verlassen.

Einen Großteil unserer Zeit verbrachten wir in der örtlichen Bibliothek, um in diversen Internetportalen nach geeigneten Campervans zu suche. Und das gestaltete sich schwieriger als gedacht, der Automarkt in Brisbane ist längst nicht so rege wie erwartet. Und die wenigen passenden Angebote wurden von uns sorgfältig geprüft und daraus resultierten letztlich 2 Probefahrten. Beide ein Highlight für sich!

Zuerst trafen wir uns mit einem englischen Pärchen, um ihr Schmuckstück zu bestaunen. Nach einem "fachmännischem" Gespräch ging es zum ersten Mal in den Linksverkehrt, keíne 2 Minuten später hatten wir auch schon Blaulicht im Rücken und die Polizei winkte uns heraus. Was in Deutschland nach einem Jahr auf der Straße nicht passierte, dauerte hier keine 10 Atemzüge. Nachdem Führerschein und Fahrzeugpapiere gecheckt waren, und Manuel einer Alkoholkontrolle unterzogen wurde, wendeten sich die freundlichen Polizisten unserem englischen Begleiter zu. Dieser war weder angeschnallt, noch hatte er einen Ausweis dabei, aber glücklicherweise kam er ohne Strafe davon. Da wir bei dem Auto kein gutes Gefühl hatten und es einige Ungereimtheiten gab, bezüglich eines angeblich neueingesetzten Motors, entschieden wir uns gegen das Auto.

Wenige Tage später vereinbarten wir eine zweite Probefahrt mit 2 süddeutschen Mädels. Die Mädchen glänzten mit deutscher Pünktlichkeit und waren bereits 45 Minuten vor der vereinbarten Zeit zu Ort und Stelle. Starker Regenfall  und Gewitter behinderten zunächst die Autobetrachtung, ehe es auf eine 2. Probefahrt ging. Das Auto konnte von Ausstattung und Ausrüstung überzeugen, allerdings erwies sich die Testfahrt auch hier als abenteuerlich, was vor allem am vorangeschrittenen Alter des Gefährtes lag (Baujahr 1986, was hier aber nicht ungewöhnlich ist). Leider mussten wir die Beiden dann enttäuschen und absagen.

Auch unser Zimmer haben wir gewechselt, wir sind jetzt in einem 8-Mann-Zimmer, indem wir beinahe täglich neue Mitbewohner kennenlernen dürfen. Bisher erwiesen uns 2 Kanadier, 2 Iren, 3 Franzosen und 4 Deutsche die Ehre. Das Zusammenleben in einem solchen Zimmer hat Vor- und Nachteile. Zu letzterem zählen Weckerklingeln morgens um 6, Badblockierungen und Trunkenheit der Mitbewohner, sowie lautstarkes Schnarchen. Aber alles halb so wild.

Trotz der aufwendigen Autosuche blieb uns aber genügend Zeit, um das schöne Brisbane weiter zu entdecken. So führte unser Weg nach Chinatown, durch den Cathedral Square, wo sich Kirche an Kirche reiht, zum indischen Fest der Lichter, zu einem Talentwettbewerb eines australischen Radiosenders, zum Nachtbaden, zu einer 15 Kilometerlangen Wanderung entlang des Flusses und auch ins Museum und Sciencentre, wo wir uns ohne Eintrittskarte reinschmuggelten. Auch die Queensmall und ihre unzähligen Läden blieben Manuel nicht erspart, der dafür heute zum Spiel der Brisbane Roars in der australischen A-League gehen darf ;) .

Eine australische Handynummer haben wir jetzt auch: (+61)424758151 unter der wir jederzeit zu erreichen sind. Auch unsere Steuernummer ist bereits angekommen, sodass wir uns bald endgültig auf Arbeitssuche machen können, wenn wir ein Auto befunden haben.

Am Dienstag fliegen wir früh morgens nach Cairns, wo wir uns erhoffen, das richtige Auto zu finden. Außerdem ist in dieser Region gerade überall Erntezeit und wir können später die komplette Ostküste runterreisen! Soweit der Plan, drückt uns die Daumen! :)

Liebe Grüße in die Heimat, Manuel und Anika!

 

Reisebericht - der Beginn!

Am sonnigen 21.Oktober ging es in den Mittagsstunden Richtung Frankfurt am Main. Den Flughafen erreichten wir bereits gut 4 Stunden vor der Abreise, Anika mit dem selben flauen Magengefuehl, wie schon die Nacht davor. Aber dann ging es endlich los und die Vorfreude auf den Flug stieg. Mit einem Airbus 380 hoben wir mit 15-minuetiger Verspaetung mit der Korean Air ab. Leider wurde uns der erhoffte Fenstersitzplatz verwehrt und wir mussten mit der Mittelreihe vorlieb nehmen. Kaum Platz genommen, wurde schon das Abendessen serviert, sowie Zahnbuersten, Hausschuhe und anderes ausgegeben. Das Flugzeug erwies sich leider als untaugbarer Schlafplatz und so kamen wir reichlich uebermuedet im verregneten Seoul an.

Den Zwischenstopp in Seoul nutzten wir um die zahlreichen Laeden zu erkunden und etwas Schlaf nachzuholen. Ausserdem machten wir die Bekanntschaft mit traditionell gekleideten Koreanern, die versuchen den Reisenden auf dem Flughafen ihre Kultur naeherzubringen. (Hier wird unser Blogschreiben gerade vom Feueralarm in der staatlichen Bibliothek unterbrochen, was hier in Australien aber niemanden zu interessieren scheint!:D )

Dann ging es wieder in den Flieger, diesmal Richtung Brisbane. Der Flug gestaltete sich , auch dank der geringeren Zeitumstellung angenehmer und ermoeglichte eine Muetze voll Schlaf. Jedoch durchquerten wir einige turbulente Zonen, in denen wir dazu angehalten wurden, unsere Gurte anzulegen. Teilweise glich unser Flug einer Schifffahrt, was bei Anika Absturzpanik hervorrief. Aber gluecklicherweise landeten wir puenktlich 6:30 Uhr Ortszeit in Brisbane. 

Nach den ersten Kommunikationen auf Englisch sicherten wir uns einen Platz im Shuttlebus, der uns direkt bei unserem Hostel absetzte. Das gebuchte 8er Zimmer wurde in ein Viererzimmer umgemuenzt, ganz ohne Aufpreis. Das Zimmer teilen wir uns mit 2 Asiatinnen, die bereits 24 Jahre alt sind. Das Zimmer hat uns zunaechst positiv ueberrascht, es ist relativ ordentlich und sauber. Ausgestattet mit Klimaanlage, Fernseher und Kuehlschrank. Allerdings sind Bettdecken hier nur gegen Aufpreis zu haben, Geschirr gibt es nur gegen Abgabe des Zimmerschluessels und die Kueche wird von einer Horte Pakistaner oder aehnlichem staendig blockiert und verunreinigt. In Deutschland wuerden wir wohl aus so einer Kueche nichts essen. 

Den ersten Tag verbrachten wir damit, die Gegend zu erkunden. Unser Hostel ist umgeben von zahlreichen coolen Cafes und Bars, sowie anderen kleinen Laeden. Ausserdem reiht sich hier ein schoenes Haus an das naechste. Doch dann suchten wir erst mal einen Supermarkt auf, um unseren Baerenhunger zu stillen. Die Preise waren wie erwartet sehr hoch, aber wenn man ein wenig schaut und nicht allzu grosse Ansprueche hat, muss man hier nicht verhungern. Doch die Muedigkeit holte uns ein und wir suchten sehr zeitig das Bett auf.

Am naechsten Tag wurden wir bereits halb 6 von den Kraehen auf unseren Balkon geweckt. Wir eroeffneten unser australisches Bankkonto, was relativ problemlos klappte und eine Stunde in Anspruch nahm. Und wir beantragten unsere australische Steuernummer. Danach erkundeten wir zu Fuss in 5 Stunden die Stadt, spazierten zwischen botanischem Garten und Hochhauesern, dem Fluss und dem kuenstlich angelegtem Citybeach. Ausserdem entdeckten wir die Bibliothek mit kostenlosem Internetzugang, was sehr praktisch fuer uns ist, vor allem fuer die Job- und Autosuche. Danach krochen wir, noch merklich vom Flug erschoepft, in unser Hostel zurueck, wo wir noch die Bekanntschaft mit einem netten Japaner machten.

Heute haben wir uns dann ein wenig ueber die Arbeitslage informiert und erste E-Mails zur Jobsuche geschrieben. Ausserdem relaxten wir am Stadtstrand und genossen das sonnige Wetter und die 26 Grad :)

Das solls erst mal gewesen sein, bis bald Anika und Manuel.

 

 


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